Academy Awards: Oscars 2006

Da ich nur Zeit mitten im Umzug stecke gibt es trotz weitestgehend durchgewachter Nacht nur den Auszug aus Wikipedia, der die Oscarverleihung wirklich gut zusammenfasst:

Die Oscarverleihung 2006 fand am 5. März 2006 im Kodak Theatre in Los Angeles statt. Es waren die 78th Annual Academy Awards. Im Jahr der Auszeichnung werden immer Filme des vorherigen Jahres ausgezeichnet, in diesem Fall also die Filme des Jahres 2005.

Als Gewinner standen zuvor bereits der US-amerikanische Regisseur Robert Altman und der Visual-Effects-Experte Gary Demos fest. Altman war sieben Mal erfolglos für einen regulären Academy Award nominiert und wurde in diesem Jahr für sein kreatives Schaffen mit dem Ehrenoscar gewürdigt. Gary Demos ist zweifacher Gewinner des Scientific and Technical Awards sowie Gewinner eines Technical Achievement Awards und wurde mit dem Gordon E. Sawyer Award ausgezeichnet.

Nach der Bekanntgabe der Nominierungen am 31. Januar 2006 durch Sid Ganis, dem Präsidenten der Academy, und der Schauspielerin Mira Sorvino, galt Ang Lees Drama Brokeback Mountain mit acht Nominierungen als der große Favorit für die 78. Oscar-Verleihung. Der Independentfilm um die Liebesgeschichte zweier schwuler Cowboys war bereits im Vorfeld mit dem Golden Globe und dem BAFTA-Award prämiert worden. In der Oscarnacht konnte Brokeback Mountain seinem Favoritenstatus jedoch nicht gerecht werden. Zwar gewann der Film drei Academy Awards, darunter in den Kategorien Regie und Adaptiertes Drehbuch, verlor die Trophäe für den Besten Film aber an Paul Haggis’ Ensemblefilm L. A. Crash, der auch in den Kategorien Bestes Original-Drehbuch und Bester Schnitt prämiert wurde. Dies ist das schlechteste Ergebnis seit 1976, als John G. Avildsens Boxer-Drama Rocky bei zehn Nominierungen ebenfalls als Bester Film des Jahres nur drei Siege einheimsen konnte. Ebenso auf je drei gewonnene Preise kamen Peter Jacksons Abenteuerfilm King Kong und Rob Marshalls Roman-Adaption Die Geisha, die hauptsächlich in den technischen Kategorien punkten konnten. In den Darstellerkategorien konnten sich mit Philip Seymour Hoffman (Capote), Reese Witherspoon (Walk the Line), George Clooney (Syriana) und Rachel Weisz (Der ewige Gärtner) genau die Schauspieler durchsetzen, die bereits im Vorfeld als Favoriten gehandelt worden waren und bei anderen wichtigen Filmpreisen, wie dem Golden Globe oder BAFTA-Award, ebenfalls triumphiert hatten.

Verlierer des Abends waren George Clooneys hochgelobtes Politdrama Good Night, and Good Luck. und Steven Spielbergs kontroverse Produktion München, die sich trotz sechs respektive fünf Nominierungen (darunter in den Kategorien Bester Film und Regie) nicht gegen die Konkurrenz durchsetzen konnten. Auch den deutschen Kandidaten war bei den 78. Academy Awards kein Erfolg beschieden. Michael Ohoven, als Produzent für Capote nominiert, konnte ebenso wenig einen Preis entgegen nehmen, wie die Bremerin Ulrike Grote für ihren Kurzfilm Ausreißer, der ihr 2005 einen Studenten-Oscar eingebracht hatte. Marc Rothemunds vielfach preisgekröntes Drama Sophie Scholl – Die letzten Tage musste sich, als beste Auslandsproduktion nominiert, dem südafrikanischen Drama Tsotsi geschlagen geben. Für Südafrika war es der erste Sieg in dieser Kategorie. Als bester Animationsfilm wurde Wallace & Gromit: Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen ausgezeichnet. Seine Plastilin-Protagonisten, ein schrulliger Erfinder und sein cleverer Hund, der seinem Herrchen bei Bedarf stets aus der Patsche hilft, waren bereits durch Wallace & Gromit – Alles Käse sowie die 1993 respektive 1996 mit Oscars prämierten animierten Kurzfilme Wallace & Gromit – Die Techno-Hose und Wallace & Gromit – Unter Schafen bekannt geworden.

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