Lizenz für Gott?

Kirchensteuer ist nur eine Lizenzgefür für den Glauben.

Eigentlich kann doch jeder selbst an Gott glauben – zu Hause im Keller, auf dem Klo oder im kuscheligen Wohnzimmer. Wenn man da an die nicht unerhebliche Kirchensteuer denkt, dann fragt man sich, weswegen man doch immer wieder für alle Leistungen zahlen muss. Kirchliche Kindergärten kosten auch Geld und auch Heiraten war nciht gratis.

Ich stehe da ja mehr auf Open Source und das werde ich demnächst praktizieren – steuerfrei.

Schließlich laufen die Gottesdienste ja auch nach dem Shareware-Prinzip ab – da gibt es auch bis zu 3 Momente, wo mittels Körbchen eine freiwillige Abgabe angefordert wird.

7 thoughts on “Lizenz für Gott?

  1. Nee, man zahlt doch nicht für seinen Glauben. Man zahlt dafür, dass die Kirche für die Menschen da ist – und zwar je nach Einkommen unterschiedlich viel. Die Kirchensteuer wird verwendet für die Gehälter der Pfarrerinnen und Pfarrer, ErzieherInnen, Sozial- und ReligionspädagogInnen, KirchenmusikerInnen, Pfarramtssekretärinnen, KüsterInnen, für Investitionen und laufende Betriebsausgaben in Freizeitheimen und Gemeindehäusern, Altenheimen und Tagungsstätten, Öffentlichkeitsarbeit, Gottesdienste, Jugendgruppen, kirchliche Initiativen, Konfirmandenarbeit, Seelsorge, Verwaltungskosten und so weiter.
    Was in den Gottesdiensten gesammelt wird, wird unterschiedlich verwendet – ein Teil wird gespendet, ein Teil kommt der Gemeinde zugute. Übrigens sind Taufen, Trauungen usw. tatsächlich gratis (zumindest in meiner Gemeinde).
    Viele Grüße,
    Annabell

  2. Ich bin der Meinung, dass wir ausreichend an Steuern zahlen. Aus diesem Grund kann man auch auf Kirchensteuer verzichten. Wie Tim schon sagt, glauben kann auch jeder für sich ohne Geld zu zahlen. Viele gehen zur Kirche nur zu Weihnachten um die Geschenke zu bekommen.

    Aber jeder muss eigene Entscheidung treffen…

  3. Genau das meinte ich. Für den Glauben muss man nichts bezahlen. Und ob man das tun will oder nicht ist jedem selbst überlassen. Aber wenn man kirchliche Dienste in Anspruch nehmen möchte, sollte einem das auch etwas wert sein.
    Und: Auch wer OpenSource-Produkte anbietet, muss für das Webhosting zahlen. Und für den Strom, den der Server verbraucht. Für den Server selbst. Und und und.
    Viele Grüße,
    Annabell

  4. @Tim: der Vergleich hinkt, da die Kirche eben *KEIN* 0/8/15 Unternehmen ist, sondern die Kirche allen Menschen (nicht nur den Mitgliedern!!) Orientierung, Lebenshilfe und Unterstützung bietet – insbesondere in kritischen Lebenssituationen.

    Leider muß die Bereitstellung und Aufrechterhaltung dieses, nenen wir es mal Serviceangebotes, finanziert werden. Die Kirche versucht, sozialverträglich durchzuführen.

    Ich (evangelisch), Steuerklasse 1 mit relativ hohem Einkommen nutze derzeit auch keines der “Angebote” und die Investition Kirchensteuer ist für mich aus betriebswirtschaftlicher Sicht daher desaströs.
    Aber ich werde definitiv nicht aus der Kirche austreten, da ich
    a) an Gott glaube
    b) froh bin, daß wir in Deutschland trotz anhaltendem Rotstift bei den Kommunen/Ländern/Staat immer noch ein sehr gutes Sozialsystem besitzen, woran die Kirchen und ihre Organisationen wie z.B. Diakonie, Bethel, etc einen erheblichen Anteil besitzen.

    Ich höre häufig das Gegenargument, daß geplant ist, das eingesparte Geld zu spenden. Aber wenn man 1-2 Jahre später mal nachfragt, dann hat dies bisher niemand wirklich durchgezogen

    Nachdenklichen Gruß

  5. Nicht, dass mich jemand falsch versteht – ich würde nie des geldes wegen aus der Kirche austreten – sondern aus ganz anderen Gründen – aber als ich darüber nachgedacht habe, wollte ich doch mal einen Beitrag zur Diskussion stellen …

  6. Hi Tim!

    Ich bin gerade auf deinen Blog gestoßen. Natürlich (!!) finde ich den echt super, doch ich komme als Blogger-Kollege nicht umher, dich auf einen sehr elementaren Fehler in der Rechtschreibung hinzuweisen. Dein “Tim´s Welt” müsste eigentlich “Tims Welt” heißen. Nicht das das wirklich von Bedeutung wäre, doch vorallem in Zeiten der Amerikanisierung sollte man sich dem doch dagegen stellen. Oder um es wie Rammstein zu sagen:

    We’re all living in Amerika
    Amerika ist wunderbar
    We’re all living in Amerika
    Amerika, Amerika

    Liebe Grüße, Mathias.

  7. Das Apostroph ist nur drin, weil es schöner aussieht ;-) ich bin da eigentlich auch sehr pingelig.

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