Wie gut ist eigentlich Gut Kump?

Nicht alles, was “Gut” heißt muss zwingend “gut” sein. Daher habe ich mich in höchst reizender Begleitung auf den Weg in den Gurmet-Tempel am Rande der Stadt Hamm gemacht. Gut zu finden war es und von außen sieht der renovierte Bau auch sehr schön aus, aber es ist gar nicht so einfach vom Parkplatz den richtigen Weg in die Restauration zu finden (trotz Schild).

Glücklich darüber angekommen zu sein wolltenw ir nun unseren reservierten Platz einnehmen. Man deutete auf einen kleinen Tisch direkt 2 Meter von der Eingangstür und sagte “da!”. Auch wenn der Weg nicht lang war hätten wir uns schon eine Begleitung zum Tisch gewünscht. in diesem Fall hätten wir dann vielleicht auch nicht ca. 15 Minuten auf die Karten warten müssen.

Die Karten. Übersichtlich mit nur 5 Hauptgerichten (Fleisch, Vegetarisch, Fisch, Nudeln und irgendetwas, dass ich schon wieder vergessne habe). Als bekennender Fleisch-Esser hatte ich mich recht bald für das Rind entschieden; dumm gelaufen, das Rind war leider aus und die Auswahl hat sich um 20% reduziert. Also 2x Nüdelchen mit Pfifferlingen.

Zwischenzeitlich sollte es etwas zu Trinken sein. Meine Begleitung hatte sich für einen Weißwein entschieden (hier war “habltrocken” auch gerade vergriffen), dazu ein Wasser und ich wollte nen schnöden Orangensaft. Der erste Wein wurde in einem Glas mit 3-4 cm langem Sprung serviert (kann man ja mal übersehen). Der zweite Versuch war dann Wein-Schorle, aber im dritten Versuch stand – oh Wunder – schon die gewünschet Flüssigkeit auf dem Tisch. Dass in dem als Geschmacksneutralisator dann eine übergroße Zitronenscheibe schwamm war eigentlich überflüssig, aber die kellnerin hielt freundlicherweise das Tablenn hin, auf dem man die geangelte Scheibe dann abgelegn konnte. Wie pflegeleicht muss da mein Orangensaft gewesen sein. Ich bekam ein kleines Fläschchen (wie es die auf Messen und Tagungen gibt) hingestellt und nen kleines Glas daneben – fertig. Öffnen und einschütten würde ich ja noch alleine hinbekommen dachte man wohl.

Das Essen kam nach einiger Zeit und schmeckte wirklich gut. Die Portion war auch von der menge in Ordnung, aber das ganze machte schon Appetit auf mehr. Nachtisch gab es übrigens nur einen einzigen, aber genau der sollte es sein: Crème Brulée – lecker … aber leider “aus”. Statt dessen gab es dann einen Espresso, der von der Farbe schon eher einem Capucino gleichte, aber egal. Ich hoffte, dass es ähnlich wie beim Griechen noch nen Schnaps hinterher gab, aber da hatte ich mich getäuscht. ich bekam nur die Rechnung. Die war eigentlich ganz okay, aber wenn die Auswahl schon so beschränkt ist, wäre es schön, wenn man nicht künftig schon am Telefon auch das Essen vorbestellen müsste.

Unserem Oberbürgermeister und seiner Familie hat es am Nebentisch hoffentlich besser geschmeckt; natürlich verkneife ich mir nun jeglichen Kommentar über eventuelle Zusammenhänge zwischen seiner Anwesenheit und des späteren Fehlens unseres Nachtisches ;-)

Gut_Kump

2 thoughts on “Wie gut ist eigentlich Gut Kump?

  1. Sehr geehrter Herr Reckmann,

    es erfreut mich sehr, dass Sie zwar nicht grüßen – zumal wir uns schon persönlich vorgestellt wurden -, stattdessen aber den ganzen Abend verstohlenen Blickes meine Familie beobachten. Und noch mehr freut es mich, letztendlich auch noch Kommentare zur Essensbestellung meines Vaters hier lesen zu dürfen. Schön, dass es noch so aufmerksame Bürger in Hamm gibt.

    Beste Grüße, Maria Hunsteger-Petermann!

    P.S.: Mir hat das Essen sehr gut im Haus Kump geschmeckt. Wie Sie zwar vermutlich registriert (und schriftlich vermerkt?) haben, habe ich keine Crème Brulée bestellt, der Espresso war dafür aber ganz hervorragend!

  2. Hallo Maria,

    statt Dich überschwänglich zu begrüßen (Gut Kump ist ja in der Öffentlichkeit und nicht bei Pille im Garten oder auf der ersten Silvesterparty von Gameport (an die vermutlich aber nur noch ich mich erinnere)) hatte ich mich auf ein vermutlich zu zaghaftes “Nicken” beschränkt. Natürlich werde ich beim nächsten mal zum Tisch kommen und jedem einzelnen die Hand schütteln. Wenn ich irgendwo esse, dann schaue ich mich selbstverständlich und gar nicht verstohlenen Blickes um. Hast du hinten in der Ecke z.B. das ältere Pärchen gesehen, dass gleich 2x Kuchen zum Nachtisch geholt hat? Mag sein, dass ich einmal mehr hingesehen habe, weil ich den Hamburger gesucht hatte, der sich ja hinten am Tisch versteckt hatte. Was wer auf dem Teller hatte konnte und wollte ich aus der Entfernung nicht genau identifizieren, weil ich ja ganz nebenbei auch anderweitig beschäftigt war ;-) Die Crème Brulée lohnt sich, wie ich jetzt weiß und Espresso trinke ich persönlich nicht – da sind die Geschmäcker ja verschieden … bis demnächst mal und schöne Grüße. Tim

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