Komme ich für 2,60 Euro in den Knast?!

Die Geschichte hatte ich schon fast vergessen. In Oktober 2010 hatte ich mal falsch geparkt. Oder sagen wir besser, ich war mit den Gepflogenheiten der Landeshauptstadt Düsseldorf nicht vertraut, die irgendwelche Bordsteine blau anpinselt und damit beschließt wo man parken darf und wo nicht. Die Geschichte gibt es HIER zu lesen. Wie dem auch sei, die Stadt Düsseldorf ließ sich im seinerzeit geführten Schriftwechsel nicht davon abbringen, dass ich ein Bußgeld zahlen müsse. “Nagut”, dachte ich mir. “Wenn die so bescheuerte Regeln haben, dann muss ich mich denen halt beugen.” – Allerdings stand da neben meinem Auto ein Parkscheinautomat, in den ich ja dann völlig überflüssig 2,60 Euro geworfen hatte (nicht gerade wenig für eine Stunde). Das Geld bekam die Stadtkasse. Fehlten also zu den 35 Euro aus dem Bußgeldbescheid noch 32,40 Euro. Die habe ich dann auch noch überwiesen, um mein Gewissen zu beruhigen. Die Stadtkasse hat von mir also exakt 35 Euro bekommen.

Seit Januar 2011 war nun auch Ruhe, bis ich 14 Monate später völlig überraschend Post von der Vollstreckungsstelle der Stadt Hamm (!) bekam. Die Fordern nun 58,95 Euro. Das kam per ganz normaler Post. Kein Bußgeldbescheid, keine Postzustellurkunde, sondern nur ein Brief, in dem das Wort “Vollstreckung” stand. Nicht zu vergessen die drei Drohungen am Ende:

Sollten Sie den Zahlungstermin nicht einhalten, wird beim Amtsgericht

die Anordnung der Erzwingungshaft beantragt (für Bußgelder)
der Antrag zur zwangsweisen Öffnung / zwangsweisen Durchsuchung der Wohnung gestellt
der Antrag zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung gestellt

Da ich mir nicht vorwerfen lassen möchte, nicht zu umgehend zu reagieren, habe ich der Vollziehungsbeamten einen netten Brief geschrieben.

Jetzt bin ich gespannt, ob ich demnächst in den Knast komme …

UPDATE (17.04.2012): Nach einem Telefonat mit dem Ordnungsamt habe ich gerade erfahren, dass die Angelegenheit nun vorerst wieder zurück nach Düsseldorf geschickt wurde … abwarten. In dem Zusammenhang habe ich übrigens erfahren, dass die Stadt Düsseldorf den kompletten Betrag von 35 EUR eingefordert hat. Dass ich bereits 32,40 EUR gezahlt habe, wurde laut Vollstreckungsstelle in Hamm völlig außer Acht gelassen. Spannend.

Die neue Bankette ist fertig

Lange hatte ich mich geärgert, dass immer Autos über den Grünstreifen neben meinem Grundstück fuhren. Früher lagen mal Findlinge auf dem Seitenstreifen, aber das war weder für die Autofahrer toll noch für mich, der die schweren Teile immer mit dem Rasenmäher umfahren musste. Ohne Findlinge wurde der Grünstreifen allerdings als Erweiterung der Straße angesehen, was zu unschönen Furchen führte. Ein normales Rasenmähen wäre wohl kaum mehr möglich gewesen.

Gestern wurde ich dann von einem Bagger geweckt. Als ich aus dem Fenster guckte, sah ich dann, dass die netten Mitarbeiter der Firma Helm schon mit ihrer Arbeit angefangen hatten.

Sie schachteten zuerst den Seitenstreifen aus. Hätte ich das selbst mit einem Spaten gemacht, wären wohl einige Monate ins Land gegangen. 40 Zentimeter tief war der Graben und die ausgehobene Erde füllte zwei große Hängerladungen.

Dann kam eine Art Teichfolie in den Graben und meine Nachbarn hatten schon ein wenig Angst, dass ich den Graben jeden Moment fluten würde. Die Folie sei aber dazu da, dass das Grundwasser nicht an die Oberfläche kommt, wenn ich die Handwerker richtig verstanden habe.

Darüber kam nun eine Schotterschicht. Die wurde mit einer Rüttelplatte heftigst verdichtet. Ich bildete mir schon ein, dass das Haus ein wenig beben würde. Auf den verdichteten Schotter kam eine zweite und nachdem auch die verdichtet wurde auch noch eine dritte.

Das Ergebnis nach der letzten Schicht sah eigentlich schon ganz gut aus:

Als Deckschickt kam nun noch eine so genannte “wassergebundene Deckschicht” drauf. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Lehm, Staub und feinem Schotter. Vergleichbar mit den Wegen, die wir in Parks finden. Deutlich wertiger als Schotter, aber im ersten Moment ein wenig gewöhnungsbedürftig, weil bräunlich.

Selbstverständlich wurde auch die Deckschicht noch einmal verdichtet. Fertig. Das Ergebnis ist nun endlich eine saubere Bankette und ich werde mich nun nicht mehr ärgern, wenn jemand mit dem Auto über den Seitenstreifen fährt. Die Farbe des Lehms soll sich mit der Zeit noch etwas rauswaschen, aber selbst wenn nicht. ich in mit dem Ergebnis absolut zufrieden:

Ich bin gespannt, ob der ein oder andere Nachbar nachzieht …

Apple mag keine autorisierten Kreditkarten!?

Gerade kam eine E-Mail vom Apple Store. Nach genauer Prüfung kann ich bestätigen, dass die Nachricht wirklich von Apple kam. Der Inhalt verwirrt mich jedoch ein wenig.

Leider haben Sie vergeblich versucht, eine Bestellung bei uns aufzugeben.

Was heißt hier “vergeblich”? Ich habe es auch geschafft und eine Bestellbestätigung bekommen. Aber da so ein Apple Roll-out ja kein Kindergeburtstag ist, habe ich dann mal auf “Bestellstatus” geklickt, um zu schauen, ob irgendwas nicht geklappt hat. Resultat: Alles bestens. Versand und geschätztes Lieferdatum stehen ordnungsgemäß im Menü.

Aber es wird ja noch ein wenig kurioser in der E-Mail:

Ihre Kreditkarte wurde autorisiert und wir arbeiten gerade daran, diese Autorisierung rückgängig zu machen.

Macht doch Sinn, dass meine Kreditkarte autorisiert wird, oder nicht? Sonst ist ein Einkauft doch gar nicht möglich! Und das Geld ist auch ordnungsgemäß verschwunden, wie ich dem Online-Status bei VISA entnehmen kann. Scheint doch alles geklappt zu haben. So eine Autorisierung wird doch auch direkt bei oder Vor dem Abschluss des Bestellvorganges überprüft, oder nicht?

Vielleicht sollte ich später mal den “Vertriebsbeauftragten” anrufen …

Update: Etwa eine Stunde später scheint auch Apple eingesehen zu haben, dass die Bestellung funktioniert hat und schickt mir eine Einladung zu einer Umfrage – verwirrter Haufen!

PS: Nein, ich habe nicht das ganze Zeug auf dem Bild gekauft! Das ist nur Deko …

Inliner vs. Pantoffeln – Pit-Stop bei REWE

“Hier können Sie trotz Inlinern einkaufen!” stand auf einem Zettel, der über einer Art Pantoffel-Ständer angebracht war. Tatsächlich: Es war genau das, was ich vermutet hatte. Inliner ausziehen, Einmal-Socken anziehen und dann kann man in diesen formschönen Pantoffeln einkaufen … leider ist mir niemand damit begegnet, sonst hätte ich die Pantoffeln natürlich auch am lebenden Objekt fotografiert. Da kann man sich bei REWE ganz wie zu Hause fühlen – hoffentlich fahre ich nicht mal versehentlich im Bademantel hin ;-)

noosa & ice

Mode ist nicht gerade mein Steckenpferd und bei Accessories müssen wir Männer und der Damenwelt ja sowieso ständig geschlagen geben. Aber ich arbeite da nach dem Prinzip: “beobachten und lernen”. Ein gutes Beispiel ist da ja Dieter Bohlen. Camp David war da schon ein guter Tipp und die bunten Teile an seinem Arm sehen auch gar nicht so doof auf. Soso, das sind also “ice-watches”. Mein erster Gedanke: Die sehen ja aus, wie aus einem Kaugummi-Automaten. Vor allem, weil es sie noch in allen regenbogen-Farben gibt. Orange, Grün, Blau … ich konnte mich nicht wirklich entscheiden, also gab es erst einmal eine farblose – in weiß … ist ja auch ice …

So in echt ist die Uhr durchaus wertiger als erwartet. solide Verarbeitung und die Front ist nicht aus Kunststoff, sondern aus Glas. Jetzt schauen wir mal, wie lange die Uhr auch weiß aussieht, wenn man sie trägt – ansonsten gibt es doch ne bunte …

Apropos bunt: Da gibt es noch was. noosa: Um genau zu sein heioßt das “noosa Amsterdam” – kommt also irgendwie aus Holland. Und die hatten die Idee halbfertige Leder-Armbänder, Gürten (und seit neustem auch Flip-Flops, Halstücher, …) auf den Markt zu bringen. Die Verziehugen (sorry: “chunks”) muss der Träger oder die Trägerin sich dann gesondert zulegen. So ist es aber auch doppelt individuell, denn die Chuncks werden aus verschiedenen Materialien (u.a. Stein, Holz usw.) gefertigt und so ist jedes Stück auch ein wenig anders. Und die Zusammenstellung sowieso.

Bei Freunden und Bekannten sehe ich die Dinger auch immer wieder – und dann stelle ich fest, wie viele Kombinationen es bei zur Zeit etwa 120-140 verschiedenen Chunks gibt. Von pink bis geblümt und von Buddha bis Sushi – alles geht … nix muss ;-)