Wie mir durch einen eigenen Vortrag und den eines Bekannten in den letzten Wochen klar wurde, kennen in meinem Bekanntenkreis noch viel zu wenige Leute dieses “Pinterest“. Was ist das überhaupt und was kann das? Pinterest ist ein soziales Netzwerk. Mein Bekannter hat es so beschrieben, dass es eine “virtuelle Briefmarkensammlung” ist. Schöner Vergleich. Ich sage ja immer, das ist sowas, wie Twitter für Menschen, die nicht lesen können oder wollen. Eine Mischung aus beiden Aussagen trifft es wohl am Besten. Bei pinterest teilen Menschen Inhalte von Webseiten und können einen begleitenden Satz hinzufügen. Pinterest stellt diese Inhalte dann auf nach Themen sortierten Pinnwänden (“Boards”) im Netzwerk des Nutzers ein. Jeder kann “pinnen”, was das zeug hält. Thematische Boards anlegen und seine Inhalte mit anderen Teilen. Das ganze sieht dann so aus:

Wie bei Twitter laufen alle “Pinns” zeitlch sortiert auf einer zentralen “Wall” ein. Spannend, was man da so alles entdecken kann. Ein Beispiel für die verschiedenen Pinnwände (Boards) zeigt mein eigenes Profil bei Pinterest:

Wie erwähnt kann jeder die Themen selbst zusammenstellen. Um gefunden zu werden, schlägt Pinterest einige Oberbegriffe vor, aber der Netzwerkgedanke steht hier mehr im Vordergrund, als der gefunden zu werden. Dabei ist es egal, ob man eigene Inhalte einstellt – ich Nutze es z.B. für Beispielfotos von Menschen und Speisen – oder einfach fremde Inhalte teilt (bei mir z.B. Gadgets und Links zu Foto-Themen).

Unternehmen setzen Pinterest ein, damit ihre Links und Produkte sich viral verbreiten. Ganz einfach mit einem Klick. Der Nutzer ist Multiplikator. Ein für mich interessantes und sinnvolles Einsatzgebiet ist übrigens auch die Schaffung eigener Archive. Neben Beispielfotos habe ich mir beispielsweise einen kleinen Pressespiegel angelegt:

Übrigens: Pinterest kann schnell süchtig machen. Es ist nämlich weitaus spannender als Briefmarken zu sammeln. Außerdem kann man mit entsprechenden Browser-Erweiterungen Inhalte verschiedener Webseiten mit einem Klick teilen bzw. pinnen. Ganz nebenbei ist Pinterest übrigens mittlerweile eine der meistbesuchten Webseiten (aktuell Nr. 16 in den USA) geworden. Und der Großteil der Nutzer ist weiblich, was aus marketingtechnischer Sicht auch sehr interessant ist.