Man wird nicht jünger …

So langsam komme ich in ein alter, in dem ich nicht mehr Werbe-E-Mails für Bungee-Jumping oder Mallorca-Urlaube bekomme, sondern ich werde langsam aber sicher auf das Ende meines Lebens vorbereitet. Meistens mit einer so genannten Sterbegeldversicherung. Wirklich ein ernstes Thema, aber mal ehrlich. Man möchte doch vorbereitet sein. Keine Panik. Ich bin gesund und suche im Internet zur Zeit auch nicht nach trendigen Grabsteinen. Im Prinzip ist eine Sterbegeldversicherung auch nur eine Kapitallebensversicherung mit lebenslanger Laufzeit und einem extrem überschaubaren Kapitaleinsatz. Wird häufig kritisiert, aber wenn ich für knapp 15 Euro im Monat (siehe Beispielrechnung z.B. von der ERGO) meinen Angehörigen später den Stress abnehme ist das tatsächlich etwas, worüber ich nachdenke.

Bin ich da irgendwie komisch, oder ist das tatsächlich eine sinnvolle Vorsorge? 15 Euro sind zur Zeit der Gegenwert von 3 Schachteln Zigaretten (sage ich mal so als Nichtraucher). Dafür gibt es dann noch das 100fache als Bonus dazu.

Einziger Wehrmutstropfen bleibt natürlich die Tatsache, dass man von dieser Versicherung nix hat, aber das habe ich auch nicht von der Feuer-Versicherung für mein Haus und um ehrlich zu sein, möchte ich die auch nie in Anspruch nehmen. Und bei der Sterbegeldversicherung kann ich relativ sicher sein, dass die irgendwann ausgeschüttet wird. Ich werde da mal ein paar Nächte drüber schlafen …