iOS Geräte aufräumen mit PhoneClean

Ich bin ja jemand, der mit dem einen Auge immer auf den freien Speicherplatz schaut. Egal ob PC, Mac oder Handy. Gerade bei mobilen Geräten ist der Speicherplatz doch recht beschränkt, daher habe ich mich mal etwas umgeschaut und bin auf PhoneClean gestoßen. Das Tool ist übrigens kostenlos!

PhoneClean Homepage
PhoneClean Homepage

Natürlich war ich ein wenig skeptisch, ein Tool in meinem Handy herumwerkeln zu lassen. Schließlich ist das mein Hauptkommunikationsmittel. Aber wofür gibt es Backups. Die hätte ich aber gar nicht gebraucht. PhoneClean tastet wichtige Daten gar nicht an, sondern nur die Dateien, die verwaist und überflüssig sind.

Bevor das Gerät “gesäubert” wird, führt das Tool erst mal einen Scan-Durchlauf durch. Der zeigte bei meinem iPhone satte 1,88 GB (!) Daten an.

Phoneclean Scan Ergebnis
Phoneclean Scan Ergebnis

Enthalten sind reichlich temporäte Dateien, abgebrochene Medien-Übertragungen und auch bei näherem Hinsehen in der nach App sortierten Anzeige, fand ich nichts, dass ich nach der Bereinigung vermissen würde. Also drückte ich auf “Clean up” und ließ das Tool rattern.

Nach ein paar Minuten war mein Handy nicht nur von den überflüssigen Dateien bereinigt, sondern ich hatte auch das Gefühl, es sei ein wenig schneller geworden.

Daumen hoch!

PhoneClean Ergebnis
PhoneClean Ergebnis

Focusmaker – Hilfsmittel für DSLR-Videofilmer

Bei Filmen, die mit einer digitalen Spiegelreflexkamera gemacht werden, ist besonders der Schärfeverlauf ein gerne genutztes Stilmittel. Allerdings braucht man dabei oft ein ruhiges Händchen und muss sich die Positionen der entsprechenen Schärfeebene merken.

Der Focusmaker im Einsatz
Der Focusmaker im Einsatz

Dafür gibt es nun ein kleines, aber sinnvolles Hilfsmitteln, das universell an alle Objektive montiert werden kann. Mit entsprechenden Gradzahlen, Markern und Stop-Arretierungen ist es so einfach wie genial. Auch der Preis ist für Fotografen mit unter 70 Euro netto noch eher günstig.

Hier gibt es ein Demo-Video:

Flexkontor: Buchhaltung 2.0 mit FiBu Scan

Es ist ja immer ein leidiges Thema mit der Buchhaltung. Belege sortieren, zum Steuerberater bringen und dann keine Belege mehr im Büro zu haben, auf denen man etwas nachschauen möchte. Damit ist jetzt Schluss. Als ich letztens bei einem Bekannten war, hat er mir die Software FiBu Scan von Flexkontor vorgestellt.

Flexkontor Logo
Flexkontor Logo

Ich gebe zu, dass ich von dem Produkt bereits im letzten Jahr etwas gehört habe, aber so recht etwas darunter vorstellen konnte ich nicht. Da dachte ich noch, dass eine Finanzbuchhaltungs-Software für ein Unternehmen meiner Größe absolut überdimensioniert sei und habe das Thema zu den Akten gelegt. Bis Anfang 2013.

Flexkontor/FiBu Scan Anmeldung
Flexkontor/FiBu Scan Anmeldung

Was dieses Programm von denen unterscheidet, die ich bisher kannte, ist die Möglichkeit der digitalen Belegverwaltung. Ich bin ehrlich. Selbstverständlich hat mich auch der dazugehörige Dokumentenscanner schwer beeindruckt. 30 Soppel-Seiten (duplex!) pro Minute scannt dieses Büro-Monster (Avision 186+). Wer sich darunter nichts vorstellen kann, der bekommt in diesem Video vielleicht einen groben Eindruck:

Ganz nebenbei werde ich im Laufe der Zeit alle vorhandenen Belege und Dokumente digitalisieren, um dem papierlosen Büro wieder einen Stück näher zu kommen. Statt Aktenordner findet dann nur noch eine Aufbewahrung der Originale in Kartons statt.

Aber zurück zur Software: Auf Mandantenseite ist es erst einmal erforderlich, dass die Belege entsprechend gescannt werden. Dem Scanner ist es übrigens egal, ob es DIN A4 Seiten oder Kassenbons sind – lediglich Heftklammern mag er nicht.

Flexkontor/FiBu Scan Hauptseite
Flexkontor/FiBu Scan Hauptseite

Im Beispiel ist eine Telekom-Rechnung gezeigt (natürlich sind die vertraulichen Informationen entfernt). Nach dem Scanvorgang findet eine Automatische Datenerkennung statt, die wirklich außergewöhnlich gut funktioniert. Dabei werden die entsprechenden Daten nahezu aller Rechnungen den entsprechenden Werten (Rechnungsnummer, Datum, Summe, …) zu geordnet und auf der linken Seite angezeigt. Hier muss der Mandant lediglich die Daten überprüfen und bei fehlerhafter Erkennung korrigieren. Zusätzlich kann noch notiert werden, was gekauft wurde und welches Zahlungsziel die Rechnung hat. In der Praxis geht dieser Vorgang extrem schnell, sobald mal ein wenig Erfahrung im Umgang mit dem Tool hat.

Die Belege sind (wie im Bild gezeigt) jederzeit wieder digital Abrufbar. Das Dokument bekommt eine einmalige Dokumenten-Nummer, die auf dem Beleg vermerkt wird und dann wandert der Beleg ohne weitere Sortierung in einen Karton und wird nur dann gebraucht, wenn das Finanzamt eine Prüfung vornimmt.

In dem Moment, wo der Beleg im System erfasst ist, hat ihn auch der Steuerberater vorliegen. Als Mandant muss man sich um nichts weiter kümmern. Evtl. kann man Notizen hinzufügen, falls ein Beleg erklärungsbedürftig ist. Der Steuerberater übernimmt den kompletten Rest inkl. Verbuchung und kann seine Nachfragen ebenfalls in einer Notiz festhalten.

Nachfragen und Auswertungen kann der Steuerberater so immer in Echtzeit anhand des aktuellen Datenbestandes vornehmen.

Ebenfalls schön ist die so genannte Zahlungsvorschlagsliste.

Flexkontor/FiBu Scan Zahlungsvorschlagsliste
Flexkontor/FiBu Scan Zahlungsvorschlagsliste

Hierüber werden die Bankdaten (sofern die Bank HBCI unterstützt) abgeglichen und entsprechende Zahlungsvorschläge angezeigt, die nur noch abgeharkt werden müssen. Anhand von Rechnungsdatum und Zahlungsziel kann man auch selbst auf den ersten Blick sehen, um wie viele Tage eine Rechnung überfällig ist bzw. wie viele Tage man zur Begleichung noch Zeit hat.

Die Summen von Einnahmen, Ausgaben, Kasse und Konto werden ebenfalls angezeigt, so dass man schnell einen Überblick über die aktuelle Finanz-Situation des Unternehmens hat.

Alles in allem eine tolle Software: Und das zu einem mehr als fairen Monatspreis! Weitere Infos gibt es direkt auf www.flexkontor.de – Bitte schöne Grüße von mir ausrichten. Danke.

PS: Ich habe aus gegebenem Anlass alle vertraulichen Daten aus den Screenshots entfernt. Das Programm kann jedoch kostenlos testen, um sich selbst einen Eindruck zu verschaffen. Zusätzlich biete ich gerne eine LIVE-Demo in meinem Büro an.

Shop-Gebühr für Selbstabholer

Der Einzelhandel klagt, dass sich die Shops und Geschäfte in den Städten nicht mehr halten können, weil sie der Übermacht der Online-Händler nicht mehr gewachsen wären. Das ist tatsächlich ein Problem, aber nach meinen jüngsten Erfahrungen tut der Einzelhandel nicht gerade besonders viel dafür, ein attraktives Angebot im Wettbewerb zu den Online-Händlern zu schaffen. Ganz im Gegenteil. Gerade Händler, die zusätzlich einen Online-Shop betreiben, setzen scheinbar alles daran, ihre Kunden zu vergraulen.

Ich hatte jüngst das Erlebnis, dass ich eine hochpreisige Digitalkamera kaufen sollte. Bester Verkaufspreis laut Preissuchmaschine Idealo war 1799 Euro. Das war für das entsprechende Produkt das beste Angebot – noch besser: Der Händler befand sich in meiner direkten Nachbarschaft. Aus diesem Grund wollte ich direkt im Geschäft vorbeigehen, um das Produkt zu erwerben. Am Tag des Einkaufs wollte ich noch nach der genauen Adresse schauen und stellte fest, dass das Produkt nun 50 Euro teurer war, als noch am Vortag. Okay, das ist wohl Angebot und Nachfrage. Es war immer noch der beste Preis und da das Produkt aus verschiedenen Gründen gebraucht wurde, war ich auch damit einverstanden und setzte mich ins Auto.

Ich kam am Shop an. Es war kein Lager oder ähnliches, sondern ein echtes Foto-Fachgeschäft. Ich hing hinein, freute mich, dass das Produkt vorrätig war und wollte es auch gleich bezahlen. Gerne auch in bar. “Kein Problem. Das macht dann 1854 Euro.” – Jetzt war ich etwas verduzt. Hatte ich noch im Internet den preis von 1849 Euro gelesen. Den Aufpreis von 5 Euro sollte ich zahlen, weil ich die Ware selbst abholen würde, statt sie mir versandkostenfrei (!) schicken zu lassen.

Großes Kopfschütteln: Der Händler hatte keine Arbeit, kein Versandrisiko, kein Fernabsatzgesetz (Rückgabe-Risiko), keine Versandkosten und dennoch wollte er von mir eine Gebühr von 5 Euro haben. Besonders im Verhältnis zum Verkaufspreis der Kamera stand das in keinem Verhältnis. Mit der Preiserhöhung war ich ja noch einverstanden, aber diese 5 Euro wollte ich aus Prinzip nicht zahlen.

Nagut, dachte ich mir, zückte mein Handy und bestellte das Produkt online – für 5 Euro weniger. Als Lieferadresse gab ich die Adresse des Shops an, in dem ich mich gerade befand. Das fand der Händler nicht wirklich lustig und legte plötzlich auch keinen Wert mehr darauf, mir die Kamera zu verkaufen, obwohl ich das Bargeld bereits in der Hand hielt.

Fazit: So schlecht scheint es dem Einzelhandel noch nicht zu gehen …

Hier übrigens mal ein paar Beispiele aus der gleichen Branche, die zeigen, dass so etwas kein Einzelfall ist. Vorweg: Alle Händler geben auf ihrer Webseite an, dass sie eine solche Shop-Gebühr für Selbstabholer haben – aber das macht es natürlich nicht besser.

1. Warsteiner Fotoversand:

5 Euro Shopgebühr beim Warsteiner Foto-Versand
5 Euro Shopgebühr beim Warsteiner Foto-Versand

Foto-Fachgeschäft in der Warsteier Innenstadt. Aus dem Ladenlokal kann man die Packtische für den Versand sogar sehen. Alles an einem Ort, dennoch fallen hier 5 Euro Gebühr an. Allerdings: Wenn man nett ist, wird nicht nur auf die Gebühr verzichtet, sondern wenn es am Vortag einen besseren Preis hab, erhält man auch diesen.

2. Foto Köster:

Komplett abweichende Preise bei Foto Köster
Komplett abweichende Preise bei Foto Köster

Bei Foto Köster aus Münster weichen die Preise im Ladenlokal teilweise erheblich zum Nachteil des Kunden von den Online-Preisen ab. Begründet wird der abweichende Preis mit Miete und Personalkosten. Da stellt sich natürlich die Frage, ob der Versand ohne Miete (Lager) und Personal auskommt. Hier ist man auch nicht bereit über den Preis zu diskutieren. In diesem Fall würde ich schon fast empfehlen, sich im Ladenlokal ausführlich beraten zu lassen und das Produkt dann bei einem ganz anderen Händler zu kaufen.

3. Foto Erhardt:

Hier fällt eine "Handling-Gebühr" von 5 Euro an
Hier fällt eine “Handling-Gebühr” von 5 Euro an

Foto Erhard beschreibt die Mehrkosten als “Handling-Gebühr” und begründet sie damit, dass der Rechnungsbetrag manuell verbucht werden müsse. Der selbe Händler bietet aber beispielsweise Zahlung per Paypal an – ohne Mehrkosten! Die gebühren (das sind bei hochpreisigen Produkten schon ein paar Euro) trägt der Händler und obwohl auch diese Zahlungen manuell abgerechnet werden müssen, fällt hier keine Zusatzgebühr an.

Das waren nur drei der Beispiele, die ich spontan im Internet gefunden habe …

Fazit 2: Die zusätzlichen Kosten sind in den meisten Fällen ein Phantasieprodukt der Händler, dass sie mit fadenscheinigen Argumenten Rechtfertigen wollen. Bedauerlich ist, dass das gekaufte Produkt un der sonstige Service optimal sein können, aber der Kunde genau diese unnötige Gebühr im Gedächtnis behält und das teilweise auch die Gründe für negative Einträge in Kundenbewertungs-Systemen sind. Das muss doch nicht sein, oder?