Zwischen Faschen und Pfetten …

Wie in jedem Jahr gibt es auch in 2015 ein größeres Projekt rund um die eigenen 4 Wände. Geplant war ursprünglich nur eine äußerliche Verschönerung des Hauses aber wenn man einmal anfängt, dann sieht man ja auch die vielen Kleinigkeiten, die in diesem Zusammenhang auch korrigiert und angeglichen werden sollten.

Wie sagt man so schön: “Der Lack ist ab!” – das konnte man eindrucksvoll vor allem an der Haustür erkennen:

Die Farbe an der Haustür sah auch schon einmal besser aus ...
Die Farbe an der Haustür sah auch schon einmal besser aus …

Es ist eine schöne Holz-Tür, die ich ungern durch eine Kunststoff-Tür ersetzen möchte, da sie super zum Haus passt und eine modernere Tür das Bild eventuell zerstören könnte. Dennoch: Die Fassade des kompletten Hauses war ursprünglich mal weiss – davon erkennt man heute kaum noch etwas. Auf den ersten Blick ist es zwar in Ordnung, aber bei genauem Hinschauen ist es überall verdreckt, mit Staub oder organischem Material bedeckt und irgendwie unansehnlich.

Also: NEU!

Bei der Farbgestaltung habe ich mal bei Facebook in die Runde gefragt. Aber sowohl schwarz/gelb als auch rot/gelb/grün/blau (meine Firmenfarben) konnten mich als Fassadenfarbe nicht überzeugen. Auch Leo-Print oder Zebra-Look hätten einige Nachbarn nicht mehr ruhig schlafen lassen.

Es gibt also ein recht seriöses grau. Nicht wie Elefantenhaut, sondern ein extrem helles grau. Die Rahmen (wie ich jetzt weiß, nennt sich das Fasche) bilden wieder einen deutlichen Kontrast – aber nicht in Grün mit rotem Streifen, wie bisher, sondern in einem dunkleren Grau-Ton

Bevor es losging, musste erst einmal für die wesentlichen und hohen Fassadenarbeiten ein Gerüst gestellt werden. Das sieht dann so aus:

Gerüst am Haus
Gerüst am Haus

Jetzt konnten die Maler loslegen …

Das taten sie auch, machten mich jedoch darauf aufmerksam, dass die Dachrinnen nicht gerade sehr hochwertig waren und das aufarbeiten und neu streichen selbiger ähnlich teuer würde, wie komplett neue Rinnen und Fallrohre. Da ich ohnehin kein freund von gestrichenen Dachrinnen war und ich mich gerade von dem grünen Farbton verabschiedet hatte, durften auch die Dachrinnen weichen – sie werden durch vorbewitterten Zink-Rinnen ersetzt und bleiben unangestrichen. Kupfer passt farblich so gar nicht und durch die Vorbewitterung der Rinnen hat man einen schönen und gleichmäßigen aber dennoch natürlichen Grauton, der edel aussieht und zum Haus passt – so die Theorie. Ich bin auf das Endergebnis gespannt.

Nachdem die Maler beim Reinigen des Hauses auch das Holz von der abgeplatzten Farbe befreit hatten, sah der Dachdecker auch sofort, dass die Pfetten-Köpfe (die Balken auf denen das Dach aufliegt) zur Wetterseite hin verrottet waren und dringend erneuert werden mussten.

ein gammeliger Pfetten-Kopf (auf dem Bild sind weder Fassade noch Dachrinne fertig)
ein gammeliger Pfetten-Kopf (auf dem Bild sind weder Fassade noch Dachrinne fertig)

Das hatte ich nun nicht unbedingt einkalkuliert, aber bei den diesjährigen Arbeiten geht es ja auch um den Werterhalt des Hauses. Also darf neben den Malern und dem Dachdecker auch noch ein Zimmermann anrücken …

Zwischenzeitlich färbt sich die Fassade langsam in ein einheitliches hellgrau …

Fassade am 3. Tag
Fassade am 3. Tag

Ein großer Unterschied ist so noch nicht zu erkennen, aber ich werde zum Abschluss der Arbeiten mal ein vorher/nachher machen. Aktuell sieht man den leichten Kontrast höchstens zwischen Garagentor und Fassade.

Heute morgen wurde ich statt vom Wecker übrigens vom Dachdecker geweckt, der direkt über meinem Schlafzimmer die Dachpfannen entfernte. Da merkt man mal, dass ordentliche Dämmung zwar die Wärme kontrollieren kann, aber nicht den Schall :-)

Weitere Fortschritte und Bilder poste ich in den nächsten Tagen weiter in diesen Artikel …

Das interessiert den Alex nicht …

Es ist ja immer wieder lustig, welche E-Mails ich auf meinen Blog bekomme:

Von: Alex B. <####>
Betreff: Ihr Blog

Nachrichtentext:
Dummerweise hat mich die Suche nach einem anderen Linus und nicht Ihrem kleinen Scheißer auf Ihren Blog geführt.
Mir scheint, Ihnen ist extrem langweilig.

Jeden Furz von Ihrem Leben mit anderen zu teilen, ist schon eine Dreistigkeit.
So nen Quark will doch keiner lesen!

Schon komisch, wenn manche Leute glauben, sie seien der Nabel der Welt, weil sie ein Samenfädchen erfolgreich verstreut haben.

Ach Du Kacke – um mit IHREN Worten zu sprechen.

Also wenn ich irgendetwas lese, dass ich extrem langweilig finde, dann klicke ich weiter und vergesse es. Unser lieber Alex hingegen hat sich erst ausführlich auf dem Blog umgesehen, das Kontakt-Formular gesucht und dann auch noch Feedback hinterlassen. Da war wohl jemandem noch viel langweiliger als mir ;-)

Danke, Alex. Viel Spaß beim weiterlesen …

PS: Schön, wenn SEO funktioniert ;-)

fotobox.rocks – Die Fotobox für Veranstaltungen

Eine Fotobox oder ein FotoBooth ist der neue Renne auf Partys und Veranstaltungen. Aus diesem Grund hatte ich auch bisher schon eine günstige und minimalistische, aber eben auch zusammengebastelte Variante im Einsatz, wenn ich Fotos auf Hochzeiten, Firmen-Events und Sommerfesten gemacht habe. Im Laufe der Zeit haben vieel Mitbewerber dann ebenfalls derartige Gerätschaften gebaut. Teilweise echt schöne Teilchen in selbstgebastelten Kisten aus Holz oder Styropor. Einige Kollegen hatten sogar eine Foto-Box, die fast genauso groß war, wie ein “echter” Passbildautomat. Teilweise sogar mit Vorhang und zum reingehen. irgendwie hat mich aber nichts richtig überzeugt.

So sieht unsere Fotobox aus ...
So sieht unsere Fotobox aus …

Aus diesem Grund habe ich mir eine Metall-Box gesorgt, in der gleich zwei Touch-Screen-Displays verbaut sind. Ein verschraubtes Display im vorderen bereich und ein iPad auf der Seite. Der Hauptmonitor dient zur Kontrolle des Bildes, 5 Sekunden lang bevor es geschossen wird und zur Steuerung. Die Kamera befindet sich im Loch darüber. Was auf dem Bild noch fehlt ist ein kleines LED-Panel, dass für die nötige Aufhellung sorgt. Aus dem Schlitz auf der rechten Seite kommt ca. 20 Sekunden nachdem das Bild geschossen wurde der fertige Abzug raus. Fertig! Und wem das alles noch nicht reicht, der kann das Bild dann auf dem zweiten Display dann in soziale Netzwerke laden oder per E-Mail oder SMS verschicken.

Was man auf dem Bild nicht sehen kann ist, dass die Bilder in einen vorher gestalteten Rahmen gedruckt werden und sogar mit Blue-Screen-Technik funktionieren. Und damit man sich bei der Auslösung möglichst wenig bewegen muss, gibt es einen Buzzer, mit dem man per Fuß das Bild auslösen kann …

mehr Infos auf www.fotobox.rocks

PS: Wir haben 3 von diesen Boxen in der Firma im Einsatz … Wochenend-Termine für 2015 werden schon langsam knapp :-)

Apple iTunes Match mit mehr als 25.000 Songs

iTunes Match ist ein toller Cloud Service von Apple, der die eigenen Mediathek in der Cloud vorhält und dann von diversen Endgeräten abrufbar ist. Dabei müssen nur solche Dateien hochgeladen werden, die Apple noch nicht kennt. Das sind nach meinen Erfahrungen etwa 20%.

Im Laufe der Jahre ist meine Musik-Sammlung deutlich angewachsen bin ich auf einen der wesentlichen “Nachteile” des Dienstes gestoßen. Dieser gestattet nämlich eine maximale Größe der Mediathek von 25.000 Songs. Hierbei sind zwar die im iTunes Store gekauften Titel nicht mitgezählt, aber ich habe lange Zeit CDs gekauft, die ich dann nach und nach digitalisiert hatte. Auch jetzt hole ich mir die “schönen” scheiben immer noch auf einem physischen Datenträger statt online.

meine Mediathek umfasst mehr als 25.000 Objekte ...
meine Mediathek umfasst mehr als 25.000 Objekte …

Was kann man tun? Leider gibt es kein Auswahlfeld, über das man angeben kann, welche Songs mit iTunes Match synchronisiert werden sollen und welche nicht. Jedenfalls hat Apple das so nicht vorgesehen, weshalb ich ein wenig ausprobiert habe …

iTunes Match synchronisiert in Deutschland lediglich Musik- und Video-Dateien. Nicht synchronisiert werden z.B. Sprachmemos. Genau da liegt der Trick. Zuerst habe ich alle Medien-Dateien auf den Typ “Sprachmemo” umgestellt (einfach mit Ctrl+I). Die Songs lassen sich lokal weiterhin unverändert abspielen. Danach habe ich die Alben, die ich gerne in der Cloud haben möchte wieder in “Musik” umgewandelt und – Tada! – diese Dateien werden nun auch brav synchronisiert.

Dieser Weg funktioniert bei mir absolut prima – ich hoffe, das hilft vielleicht dem ein oder anderen, der vor einem ähnlichen Problem steht.

Neulich im Henin

Gestern wollten Eugenia und ich einfach mal einen schönen Abend im Henin verbringen. Wir waren lange nicht da, weil der Frittierungsgrad proportional zu den Preisen gestiegen war und irgendwie alles gleich schmeckte. Das war damals (bestimmt zwei Jahre her).

Gestern dann ein neuer Versuch. Nachdem wir einen Parkplatz unweit vom Brauhaus gefunden hatten, machten wir uns auf den Weg in das alt ehrwürdige Haus auf der Eylertstraße. Unter war es schon gut gefüllt und auch die obere Etage schien gut besucht zu sein. Also marschierten wir bis in das zweite Obergeschoss. Ich musste daran denken, dass das Henin sich seinerzeit lautstark beklagt hatte, dass kaum noch Gäste kämen, seit das Rauchverbot in Kraft sei – davon habe ich nichts gemerkt!

Eigentlich hatten wir vor, irgendwo unser Gutscheinbuch abzuarbeiten. Obwohl das Henin darin vertreten ist, ging das aber nicht. Die Gutscheine gelten nämlich Freitag und Samstag nicht. Schade, aber kein Beinbruch. Da wir das Gutscheinbuch noch auf dem Tisch liegen hatten, sagte uns die Bedienung das auch noch einmal. Soweit auch in Ordnung, aber der Nachsatz “ich sag Ihnen das nur, damit sie nicht nur was trinken und dann wieder gehen” war schon etwas seltsam. Ich hatte mal gehört, dass man auch nur für ein Getränk das Henin besuchen kann – oder hat sich das auch geändert?

Altes Brauhaus Henin
Altes Brauhaus Henin

Nach 15 Minuten bekamen wir dann auch schon eine (ganz genau, EINE (!) Karte für zwei Personen) Karte und wurden nach den Getränken gefragt. Die Apfel-Schorle schien ganz normal zu sein aber die Pepsi-Schwippschwapp-Brühe hatte irgendwie keine Kohlensäure. Gibt es evtl. sowas wie “stille Spezi”? Egal. Ich hatte durst. Essen wollten wir tatsächlich nicht viel, daher bestellten wir Ciabatta Brot, Nachos mit Käse und American Fries mit Sauerrahm. Sicherlich eine derbe Herausforderung an die Küche.

Schon nach 75 (!) Minuten (= 1 Stunde + 15 Minuten!) kam das erste der drei Gerichte. Die Nachos waren teilweise dunkelbraun/schwarz und der Käse darüber noch nicht richtig zerlaufen. Keine Ahnung, wie man das in dieser Kombination schafft, aber es ging. Schmeckte übrigens nicht so übel, wie es aussag. Allerdings musste sich Eugenia eine ganze Weile mit dem Anblick begnügen, denn die beiden anderen Gerichte kamen irgendwie nicht. Als die 90 Minuten voll waren, fragten wir daher mal vorsichtig nach. “Oh, die habe ich an einen anderen Tisch gebracht” war die Antwort. Na herzlichen Glückwunsch! Immerhin entschuldigte sich die Bedienung, die versuchte was zu retten war und lud uns auf die Getränke ein. Danke dafür!

Der zweite Versuch dauerte dann auch nur knapp 10 Minuten. Dann kam die Brot-Platte und irgendwas Kartoffelartiges. Allerdings keine American Fries. Da wir aber nun beide etwas zu essen hatten, konnten wir auch diese 5 Minuten noch warten, bis dann die richtige Kartoffel-Speise auf dem Tisch stand. Leider mit dem Falschen Dipp. Aber Sauerrahm und Ketchup/Mayo kann man ja auch in der Hektik mal verwechseln. War jetzt aber auch egal. Irgendwann mussten wir ja mal etwas essen. Bei den Fries erkannte man übrigens noch das typische Henin-Frittier-Motto (“viel hilft viel”). Schmeckte aber auch irgendwie …

Am Ende haben wir mal nachgefragt, was denn los war. Scheinbar war eine Küchenkraft krank. Zusammengefasst war es leider trotz der bemühten Kellnerin ein absolutes Debakel. Vielleicht probiere ich es in zwei Jahren ja noch einmal aus – aber für dieses Jahr reicht mir die Erfahrung …