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Alter Schwede … ich vergesse immer, dass mein Blog ja älter ist, als mein Sohn. In der vergangenen Woche – am 9. Juli – hat mein kleines Online-Tagebuch seinen 10. Geburtstag gefeiert. In Zeiten von Facebook & Twitter ist die Anzahl der Einträge zwar deutlich gesunken, aber ich bemühe mich weiterhin in jedem Monat ein paar Kleinigkeiten zu veröffentlichen. Allen (auch gelegentlichen) Lesern vielen Dank für Euer Interesse!

Das perfekte Dinner in Hamm: Preview

Bald ist es soweit. In der Programmvorschau taucht die Staffel, in der auch ich mitgemacht habe bereits auf. Die Termine für die Ausstrahlung sind vom 6. bis 10. Juli 2015 ab 19:00 Uhr auf VOX.

Selbstverständlich sind wir vertraglich verpflichtet worden, nichts aus der Staffel auszuplaudern. Aber soooo viel wissen wir ja selbst nicht, dann die fertigen Sendungen entstehen ja im Schnitt und durch die Vertonung. Jeder kennt im Prinzip nur die Szenen, an denen er selbst beteiligt war und daran ändert sich auch bis zur Ausstrahlung nichts! Kein Wunder, dass bei allen Kandidaten die Spannung langsam steigt; schließlich will jeder wissen, welche Rolle er bekommt. Hausfrau/Hausmann, Nerd, Nervensäge, Tussi, Labertasche oder Trottel – alles ist möglich.

In unserer Gruppe haben wir uns größtenteils sehr gut verstanden und wir haben uns sogar schon zum After-Dinner-Dinner getroffen.

Mit der nachfolgenden Vorstellung der Kandidaten verrate ich übrigens nichts, da diese Informationen die Teaser für die Fernsehzeitschriften und den Videotext sind. Alle Bilder/Texte sind übrigens (c) by VOX/ITV:

Tag 1: Tim, Hamm

Tim, 37 Jahre: Aperitif: Holunder-Erdbeer-Smoothie mit Sekt aufgegossen Vorspeise: Grünes Spargelsüppchen mit kühlem Schinken-Frischkäse-Crêpe Hauptspeise:Kalbstafelspitz mit Rucola-Kartoffel-Püree sowie Streifen von Karotte und Petersilienwurzel Nachspeise: Rhabarber-Kompott mit selbstgemachtem Zitroneneis

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Tag 2: Natalie, Arnsberg

Natalie, 29 Jahre: Apritif: à la Sebastian Vorspeise: Salat mit Hähnchenbrust an Soja-Sesam-Dressing, dazu Ciabatta Hauptspeise: Schweinemedaillons mit Kartoffel- und Kichererbsen-Kroketten, dazu Gemüse mit Sauce Hollandaise Nachspeise: Kaffee-Schnaps-Eiscrème mit Schokoküchlein

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Tag 3: Sylvia, Drensteinfurt

Sylvia, 50 jahre: Aperitif: Bicicletta Vorspeise: Tatar von der Forelle an Apfel-Radieschen-Salat mit westfälischen Reibekuchen Hauptspeise: Rindfleisch mit Zwiebelsoße, Kartoffelsalat, Gurken und Maiskölbchen Nachspeise: Westfälisches Dreierlei: Stippmilch, Rote Grütze und Herrencrème

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Tag 4: Markus, Hamm

Markus, 59 Jahre: Aperitif: Lynchburg Lemonade Vorspeise: Geräucherter Wildlachs mit Wasabi-Espuma Hauptspeise: Rinderfiletsteak sous vide, Wedges und Grillgemüse Nachspeise: Pommes Frittes und Currywurst

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Tag 5: Natalie, Ahlen

Natalie, 35 Jahre: Aperitif: Lustige Cucumis Sativus Vorspeise: Gefüllte Pastetchen an Rapunzelsalat Hauptspeise: Lammkarree mit Drillingen an Gemüse Nachspeise: Tonka Topfenmouse auf Orangenragout und frittierten WanTans

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Biohazard: Der unsichere Koffer!

Es war wieder Zeit für Urlaub (zu dem ich sicherlich auch noch etwas schreiben werde). Das erste Erlebnis gab es jedoch unmittelbar nach dem Check-in auf dem Hinflug.

Im letzten Jahr hatte ich mir ja die schönen, klassichen Rimowa Alu-Koffer angeschafft. Da die „Classic Flight“ Serie jedoch (zumindest optisch) weit verbreitet ist, hatte ich meinen Koffer einer individuellen Kennzeichnung unterzogen. Ich klebte einfach alles an Aufklebern drauf, was ich finden konnte. Das hätte ich lieber nicht getan …

Aufkleber auf meinem Koffer
Aufkleber auf meinem Koffer

Nur Minuten, nachdem der Koffer aufgegeben wurde, ertönte auch schon ein Lautsprecher im Düsseldorfer Flughafen, dass ich mich DRINGEND am Check-in melden solle. Dort wurde ich gefragt, ob ich evtl. einen Biohazard-Aufkleber auf meinem Koffer kleben hätte. Jap. Hatte ich – und noch etliche weitere Aufkleber mit den unterschiedlichsten Bedeutungen. Alle anderen Aufkleber waren für die Airline scheinbar uninteressant, aber aufgrund dieses Einen sollte ich mich bei der Bundespolizei/Gepäcknachkontrolle melden.

Hier geht es zur Bundespolizei ...
Hier geht es zur Bundespolizei …

Irgendwann fand ich das Schild und die Eingangstür. Von den geräumigen Hallen im Airport ging es nun ein schlichtes, enges Treppenhaus hinunter. Auf dem Weg die drei Etagen in den Keller stellte ich mir mehr als einmal die Frage, ob ich richtig sei oder ob ich mich jetzt auch noch in verbotenen Bereichen befand. Die Tür war jedoch unverschlossen und es stand nirgendwo ein Verbotsschild.

Direkter Zugang zum Rollfeld
Direkter Zugang zum Rollfeld

Unten angekommen gab es noch eine Tür – die war auch unverschlossen. Als ich die jedoch öffnete, merkte ich, dass ich falsch war. Dort befand man sich nämlich direkt auf dem Rollfeld. Spätestens jetzt hatte ich vermutet, jeden Augenblick verhaftet zu werden.

Glücklicherweise fand ich kurz darauf den etwas versteckten Zugang zur Bundespolizei.

Dort lag auch schon mein Koffer verschlossen auf dem Tisch. „Ist das Ihr Koffer“, wurde ich gefragt. Ich nickte. „Mit dem Aufkleber nimmt die Airline den Koffer nicht an Bord; es könnten ja gefährliche Stoffe darin sein“, entgegnete mir ein etwas muffeliger Beamter. Irgendwie hatte ich ja Verständnis. Auch noch, als mich der Beamte dann aufforderte den Aufkleber zu entfernen. Als ich ihm entgegnete, dass er das gerne hätte bereits machen dürfen, sagte er, das ich das selbst machen „müsse“. Habe ich auch getan. Schließlich fragte ich ihn, ob ich den Koffer öffnen solle, damit er sich überzeugen könne, dass nichts gefährliches drin sei. „Nicht nötig“, antwortete er. „Jetzt, wo der Aufkleber entfernt ist, ist der Koffer wieder sicher!“

… Kopfschütteln …

„Das perfekte Dinner“ in Hamm

Vor etwa fünf Jahren hatte ich mich für „Das perfekte Dinner“ beworben und nie eine Rückmeldung bekommen. Das lag allerdings nicht an mir, sondern daran, dass erst im 10. Jahr der erfolgreichen Koch-Show eine Staffek in Hamm gedreht wurde. Jetzt wurde zwischen dem 27.4. und 1.5. aufgezeichnet:

Foto: Lippewelle
Foto: Lippewelle

Den Anfang der Woche durfte ich gestalten und ich wusste nicht ob ich mich freuen sollte, dass ich es nach dem ersten Abend hinter mir habe, oder ob ich mir zu viele Gedanken mache, wer die bis dahin unbekannten Gäste sein könnten und welche Vorlieben und Abneigungen sie haben. Egal. Es half nichts …

Über die Dreharbeiten kann/darf ich aktuell noch nicht viel verraten. Die Ausstrahlung ist für die Woche ab dem 6. Juli 2015 auf VOX geplant (jeweils 1 Stunde ab 19 Uhr).

Natürlich war ich auch nicht der einzige Teilnehmer. Die übrigen Kandidaten kamen aus Arnsberg, Drensteinfurt, Ahlen und noch ein Mitstreiter aus Hamm:

Quelle: Westfälischer Anzeiger
Quelle: Westfälischer Anzeiger

Zwischen Faschen und Pfetten …

Wie in jedem Jahr gibt es auch in 2015 ein größeres Projekt rund um die eigenen 4 Wände. Geplant war ursprünglich nur eine äußerliche Verschönerung des Hauses aber wenn man einmal anfängt, dann sieht man ja auch die vielen Kleinigkeiten, die in diesem Zusammenhang auch korrigiert und angeglichen werden sollten.

Wie sagt man so schön: „Der Lack ist ab!“ – das konnte man eindrucksvoll vor allem an der Haustür erkennen:

Die Farbe an der Haustür sah auch schon einmal besser aus ...
Die Farbe an der Haustür sah auch schon einmal besser aus …

Es ist eine schöne Holz-Tür, die ich ungern durch eine Kunststoff-Tür ersetzen möchte, da sie super zum Haus passt und eine modernere Tür das Bild eventuell zerstören könnte. Dennoch: Die Fassade des kompletten Hauses war ursprünglich mal weiss – davon erkennt man heute kaum noch etwas. Auf den ersten Blick ist es zwar in Ordnung, aber bei genauem Hinschauen ist es überall verdreckt, mit Staub oder organischem Material bedeckt und irgendwie unansehnlich.

Also: NEU!

Bei der Farbgestaltung habe ich mal bei Facebook in die Runde gefragt. Aber sowohl schwarz/gelb als auch rot/gelb/grün/blau (meine Firmenfarben) konnten mich als Fassadenfarbe nicht überzeugen. Auch Leo-Print oder Zebra-Look hätten einige Nachbarn nicht mehr ruhig schlafen lassen.

Es gibt also ein recht seriöses grau. Nicht wie Elefantenhaut, sondern ein extrem helles grau. Die Rahmen (wie ich jetzt weiß, nennt sich das Fasche) bilden wieder einen deutlichen Kontrast – aber nicht in Grün mit rotem Streifen, wie bisher, sondern in einem dunkleren Grau-Ton

Bevor es losging, musste erst einmal für die wesentlichen und hohen Fassadenarbeiten ein Gerüst gestellt werden. Das sieht dann so aus:

Gerüst am Haus
Gerüst am Haus

Jetzt konnten die Maler loslegen …

Das taten sie auch, machten mich jedoch darauf aufmerksam, dass die Dachrinnen nicht gerade sehr hochwertig waren und das aufarbeiten und neu streichen selbiger ähnlich teuer würde, wie komplett neue Rinnen und Fallrohre. Da ich ohnehin kein freund von gestrichenen Dachrinnen war und ich mich gerade von dem grünen Farbton verabschiedet hatte, durften auch die Dachrinnen weichen – sie werden durch vorbewitterten Zink-Rinnen ersetzt und bleiben unangestrichen. Kupfer passt farblich so gar nicht und durch die Vorbewitterung der Rinnen hat man einen schönen und gleichmäßigen aber dennoch natürlichen Grauton, der edel aussieht und zum Haus passt – so die Theorie. Ich bin auf das Endergebnis gespannt.

Nachdem die Maler beim Reinigen des Hauses auch das Holz von der abgeplatzten Farbe befreit hatten, sah der Dachdecker auch sofort, dass die Pfetten-Köpfe (die Balken auf denen das Dach aufliegt) zur Wetterseite hin verrottet waren und dringend erneuert werden mussten.

ein gammeliger Pfetten-Kopf (auf dem Bild sind weder Fassade noch Dachrinne fertig)
ein gammeliger Pfetten-Kopf (auf dem Bild sind weder Fassade noch Dachrinne fertig)

Das hatte ich nun nicht unbedingt einkalkuliert, aber bei den diesjährigen Arbeiten geht es ja auch um den Werterhalt des Hauses. Also darf neben den Malern und dem Dachdecker auch noch ein Zimmermann anrücken …

Zwischenzeitlich färbt sich die Fassade langsam in ein einheitliches hellgrau …

Fassade am 3. Tag
Fassade am 3. Tag

Ein großer Unterschied ist so noch nicht zu erkennen, aber ich werde zum Abschluss der Arbeiten mal ein vorher/nachher machen. Aktuell sieht man den leichten Kontrast höchstens zwischen Garagentor und Fassade.

Heute morgen wurde ich statt vom Wecker übrigens vom Dachdecker geweckt, der direkt über meinem Schlafzimmer die Dachpfannen entfernte. Da merkt man mal, dass ordentliche Dämmung zwar die Wärme kontrollieren kann, aber nicht den Schall :-)

Weitere Fortschritte und Bilder poste ich in den nächsten Tagen weiter in diesen Artikel …