Kategorie-Archiv: Hamm

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Im Radio: Unser Leben unsere Zukunft

Am 2. April war ich im Radio, weil ich die ein oder andere technische Spielerei benutze. Meiner Meinung nach alles sehr sinnvolle Ergänzungen zum Alltag …

Besten Dank an Conny Kraft und die Lippewelle

Wie viel Feinstaub produziert ein Elektroauto? Die Stadt Hamm verschenkt (ab jetzt) die Plakette für E-Fahrzeuge!

Da hatte ich nicht schlecht gestaunt, als ich gestern mein neues Elektroauto anmelden wollte. Eigentlich verlief alles problemlos, bis mich die freundliche Mitarbeiterin im Bürgeramt irgendwann fragte, ob ich denn eine Feinstaub-Plakette haben wolle.

“Wofür?” Fragte ich sie Schließlich kommt aus einem Elektroauto nirgendwo Feinstaub raus. Wo auch. In Ermangelung eines Aussuffs ist das gar nicht möglich. Wenn ich irgendwann im Auto pupse (damit warte ich noch – der riecht noch so neu), habe ich vermutlich die Umwelt mehr verpestet, als der Wagen es mit Emissionen jemals tun könnte.

Die Mitarbeiterin verstand die Problematik und war ebenso engagiert wie Motiviert und telefonierte sich durch die Stadtverwaltung und suchte parallel in Anweisungen und bei Google. Vorerst ergebnislos. Später bekam ich einen Rückruf, dass ich a) eine Feinstaub-Plakette brauche, um in Umwelt-Zonen kein “Knöllchen” zu riskieren und b) würde mich das auch die üblichen 5 Euro kosten.

Feinstaubplakette-Electric-Drive

Daraufhin habe ich kritisch bei der Stadt nachgefragt: Tatsächlich sind die Vorschriften hier eindeutig. Da wiehert zwar der Amtsschimmel, aber die Zukunft braucht ja bekanntlich immer etwas länger, bis sie in den Behörden ankommt. Das ist in Hamm jetzt anders. Dort hat man die Problematik erkannt und verschenkt künftig die Feinstaub-Plakette an Halter von Elektrofahrzeugen. Aus reiner Bürgerfreundlichket! Ich finde, dass unsere Stadt damit nicht nur bürger- sondern auch umweltfreundlich ist! Da freue ich mich nicht nur über die gesparten 5 Euro, sondern vor allem über das Zeichen, das unsere Verwaltung damit setzt. Danke!

Eine Frage bleibt: Wenn “Ozon-Alarm” ist und kein Auto wegen der Abgasbelastung mehr fahren darf. Darf ich dann auch kein Elektroauto mehr fahren?

UPDATE: Das schreibt der Westfälische Anzeiger am 09.10.2013

WA_2013-10-09-Feinstaub

Polizei Hamm: Dein Freund und Sessel-Pupser!

Ein MINI ist nicht unkaputtbar. Das durfte ich jüngst wieder feststellen, als jemand sich an meinen Sachen bedient hat, indem er die Seitenscheibe meines Autos eingeschlagen/aufgehebelt hat. Als ich nach ein paar Minuten zurück zu meinem – kurz vorher abgestelltem – Auto kam, begrüßte mich bereits ein anständiger Scherben-Haufen aus Sekurit-Glas.

Na, ganz toll! Im Auto hatte ich noch meine “Arbeits-Tasche” mit iPhone, iPad und Armband-Uhr. Grund: Ich kam gerade von zu Hause, wollte jemanden vom Paddel-Club abholen und hatte danach noch einen Kunden-Termin. Allerdings hatten wenige Minuten gereicht, das alles weg war.

Glücklicherweise war ich nicht allein, so dass wir zuerst die Polizei rufen konnten. Bevor die Beamten eintrafen, gelang es uns bereits mittels Apples App “iPhone suchen” die Geräte zu orten. Auf der Karte war deutlich ein recht exakter Standort der entwendeten Geräte zu erkennen – und der grüne Punkt auf der Karte bewegte sich. Als der Streifenwagen ankam zeigten wie den Beamten nach kurzer Schilderung des Sachverhaltes umgehend das Ortungs-Tool.

Der erste Kommentar war sehr ernüchternd. Ohne auszusteigen, sagte der Herr mit der drei Sternen auf der Schulterklappe leicht angenervt: “Was sollen wir ihrer Meinung nach tun?” – “Na hinfahren!” Er meinte, es gäbe dort so viele Leute, die Daten wären so ungenau und man könne sowieso nichts ausrichten. Auch dann nicht, als der grüne Punkt exakt über einem einschlägigen An- und Verkauf stehenblieb. Die Beamten saßen noch immer im Auto und teilten mir mit, dass ich ja selbst schuld sei, wenn ich meine Sachen im Auto lassen würde. …

Unterdessen schwangen sich Freunde ohne zu zögern auf das Fahrrad und fuhren umgehend zu dem An- und Verkauf.

Noch immer im Wagen sitzend versuchten mich die Beamten weiter in die Täter-Rolle zu drängen. Es klang fast so, als hätte ich die Einbrecher proviziert. Als ich dann noch mitteilte, welche Gegenstände entwendet wurden, verdrehte der Beamte ungläubig die Augen, als wenn er sagen wollte: “Das glauben sie doch selbst nicht” oder “Na, will hier jemand die Versicherung bescheißen?”. Letzteres wurde von dem Drei-Sterne-Mann noch untermauert, als er sagte: “Ich habe auch keine Hebel-Spuren gesehen …” – Das war vom Streifenwagen aus vermutlich auch schlecht zu erkennen. Der andere Beamte hat sich unterdessen den Wagen angeschaut und meinte. dass es die aber wohl geben würde.

In aller Ruhe nahmen die Beamten die Anzeige weiter auf und fuhren dann wieder weg.

Ich machte mich nun auch auf den Weg zum An- und Verkauf, wo ich bereits freudestrahlend begrüßt wurde. Ein Freund reichte mir einen Jute-Beutel, in dem sich iPhone und iPad befanden. Er hatte im Laden mehrfach einen Ton abgespielt auf meinen Geräten und dem mutmaßlichen Täter gesagt, dass er ihn geortet hätte. Darauf ließ dieser diesen Teil der Beute ballen und flüchtete mit dem Rest.

Wäre ein Polizeibeamter vor Ort gewesen, wäre die Angelegenheit an dieser Stelle beendet gewesen.

Es traf ein anderer Streifenwagen ein und wir erklärten der völlig verwunderten Beamtin – selbst Besitzerin eines iPhones – wie man Apple Geräte orten kann: Fassungsloses Erstaunen!

Danach mussten die Freunde noch zur Wache fahren und haben den Täter auf Fahndungsfotos identifiziert!

Dank Zivilcourage und selbstlosem Einsatz von Privatpersonen konnte ich trotz (bis dahin) hartnäckiger Untätigkeit der Polizei am Folgetag auch alle übrigen Sachen auf der Wache abholen. Sehr zur Verwunderung des 3-Sterne-Beamten waren tatsächlich alle von mir beschriebenen Gegenstände auch entwendet worden – und sogar noch ein paar Sachen mehr, die ich noch vergessen hatte.

Neben dieser Erkenntnis über die Einsatzfreude der lokalen Polizei kann ich meinen Dank für den “privaten Polizeieinsatz” nur noch einmal wiederholen. Ihr seid die Größten! Danke.

Nach der Wahl ist vor der Wahl. Gründung der HammerPartei

Neben der Landes- und Bundespolitik, soll nicht vergessen werden, dass es auch direkt vor der Haustür eine Menge zu tun gibt. Das kann man ändern, wenn man sich einer bestehenden Gruppierung anschließt, oder wenn man eine eigene Partei gründet. So sind ein paar politisch interessierte Menschen nach der Landtagswahl 2012 auf die Idee gekommen, sich nicht weiter über das zu beschweren, was “die Anderen” da machen, sondern künftig die Zügel selbst in die Hand zu nehmen.

Grundsätzlich gibt es in den meisten Parteien viele gute Ansätze, die man zu etwas neuen und etwas eigenem kombinieren kann. Ziel ist auch die Beschränkung auf die kommunale Politik von Hamm, denn wir haben hier mehr als genug Themen, die man diskutieren und für die man sich einsetzen kann.

Aus diesem Grund soll die HammerPartei, kurz “Hammer” gegründet werden. Die generelle Ausrichtung der Partei soll nicht extrem, sondern schön in der Mitte liegen.

Über thematische Inhalte und ein Programm kann natürlich erst nach der formellen Gründung/Anmeldung der Partei diskutiert werden. Die generelle Marschroute und die Errichtung einer Satzung ist zeitnah geplant. Die Piratenpartei hat sicherlich in der Öffentlichkeit dafür gesorgt, dass die Zeit reif ist für etwas Neues. Selbst wenn es neuartige Strömungen auf Bundesebene bereits gibt, so liegt ein besonderer Reiz sicherlich darin, das auch auf kommunaler Ebene auszuprobieren. Mit Untätigkeit erreicht man sicherlich weniger.

… jetzt sind wir dran! die Hammer.

Hier ist ein Link für die Terminfindung zur Gründung/Satzungserrichtung via Doodle: http://www.doodle.com/93h3qt2hfen9v9e9

Das folgende “Plakat” dient übrigens ausschließlich zur Bebilderung des Blogs – nicht, dass da jemand auf falsche Gedanken kommt ;-)

Selbstverständlich haben wir bereits nach wenigen Stunden auch schon eine Web- und Facebook-Seite (und nur eine Stunde nach Bekanntgabe auf Facebook waren da schon 25 Unterstützer). Getwittert wird auch in Kürze …

Es sieht so aus, als könnte die Gründung schon am kommenden Sonntag erfolgen.

In der Zeitung klingt das dann so:


Westfälischer Anzeiger, 16.05.2012


Stadtanzeiger am Mittwoch, 16.05.2012