Die Abrechnung: Mein Buch der Bücher

Irgendwann muss auch mal Schluss sein. Und was gibt es am Ende immer? Genau: Die Abrechnung. Das muss gar nicht immer negativ sein, sondern beinhaltet – wie hier – sicherlich auch viele positive Geschichten und Anekdoten. Wer mich kennt, der weiß allerdings auch, dass ich immer schon anfange zu trommeln, wenn ich noch nicht ganz fertig bin. Aber ich wollte halt schon einmal sehen, wie das Resultat später aussieht und habe einfach mal ganz unverbindlich ein Vorab-Druck-Muster anfertigen lassen.

Zum Blau-Stich: Ja, der soll so und wird auch im fertigen Buch so bleiben. An dieser Stelle: Danke, Jörg (beautypics.de) für das Foto! Die Farbe strahlt eine gewisse Kälte aus, die eigentlich ganz gut passt. Der Inhalt: Vergangenheitsbewältigung und “echt blöde Geschichten”. Aber leider wahre Begebenheiten. Falls jetzt jemand Angst hat, dass er selbst darin vorkommen könnte. Das kann man ganz einfach herausfinden. Menschen, zu denen ich jetzt noch Kontakt habe, haben nichts zu befürchten! Alle Anderen allerdings auch nicht, da sie sich wohl höchstens selbst in den Geschichten erkennen würden, da ich ja auf die Angabe der vollständigen Namen aus gegebenem Anlass verzichte.

All denen, die sich nun fragen, was ich mit den bisher fast 400 eng bedruckten DIN A 5 Seiten (das wird noch etwas aufgelockert!) überhaupt bezwecken wollte sei gesagt, dass es pure Vergangenheitsbewältigung ist. Pures Nachtreten gegenüber Dritten macht nämlich nur dann Spaß, wenn man deren Reaktion sehen kann – das geht mit einem Buch aber nicht. Mein Motto ist einfach: “Raus aus dem Kopp, rein ins Buch”.

Vorerst steht das Buch auch nur in meiner kleinen Bibliothek (selbstverständlich in prominenter Gesellschaft). Aber da ich immer wieder von Freunden und Bekannten nach einer Veröffentlichung gefragt werde, halte ich auch das nicht für ausgeschlossen. Bei den Korrekturen und sogar bei der Produktion einer Audio-Fassung (Danke, Klaus!) bekomme ich sogar Hilfe!

Vielleicht werde ich diese Energie auch einmal benutzen, um ein fiktionales Buch zu schreiben – im Augenblick fehlt mir allerdings die Zeit … auch dafür, dass dieses Buch endlich einen Abschluss findet.

Die Welt wird digital und virtuell

Früher konnte man alles sehen und anfassen. Was das angeht, so muss man diese Aussage so langsam korrigieren. Unsere Eltern hatten Plattensammlungen und ich behaupte mal, ich habe ne ganze Menge Musik-CDs. Es hat auch ne ganze Weile gedauert, bis ich die alle digitalisiert hatte. Vor über einem Jahr habe ich angefangen und 891 CDs und 120 GB später habe ich nun 48,8 Tage Musik digitalisiert. Es gibt sicherlich ne ganze Menge Leute, die mehr Musik haben, als ich, aber ich finde es schon sehr praktisch, dass ich all diese Musik nun bequem per Mausklick per iTunes abrufen kann …

Musik höre ich ja nun auch schon seit 20 Jahren und genauso bunt ist auch die Mischung. Ich kann mich sogar noch daran erinnern, wie irgendwann die Bravo Hits Nr. 1 rausgekommen ist – Die habe ich allerdings erst einige Jahre später gekauft, als ich gemerkt habe, dass da eine recht bunte Mischung aktueller Hits drauf ist – seitdem kommt die aktuelle Ausgabe quartalsweise ins Regal und das wird voller und voller. Damit ist jetzt Schluss. Mit Bravo Hits 75 habe ich meine allerletzte physikalische CD gekauft.

Sind wir doch mal ehrlich. Wie hören wir denn heute Musik. Ich höre Musik zum Beispiel am PC. Da sind die Lieder eh alle digitalisiert in iTunes. Oder im Wohnzimmer über die HiFi-Anlage. Dafür synchronisiere ich meine Lieblings-Alben seit etwa einem halben Jahr mit dem iPad und habe so immer eine bunte Auswahl “griffbereit” und bequem auswählbar ohne einen Stapel von CDs herumliegen zu haben. Und im Auto höre ich Musik. Oft hatte ich mir MP3-CDs zusammengestellt, um nicht zu viele Alben rumfliegen zu haben. Seit neustem befeuere ich mein Auto mit einem USB-Stick. Die CD ist für mich also überflüssig geworden.

Es ist ein etwas seltsames Gefühl, Musik im iTunes Store herunterzuladen – MP3s für Geld (die man mit etwas Mühe sicher auch illegal und gratis finden kann). Man zahlt für einen Download, die Musik ist Sekunden später auf dem PC, aber was fehlt ist die CD, die man in die Hand nehmen kann. Aber: Will man das? Braucht man das? ich kann sehr gut damit leben, es nicht mehr zu tun und habe mir Jüngst das Album von Dick Brave heruntergeladen. 9,99 Euro statt 12,99 Euro als CD – man spart also auch noch dabei – Geld und Platz!

Das geht übrigens auch bei Büchern, allerdings ist die Überwindung da immer noch ein wenig höher gewesen und ich würde es nicht generalisieren wollen. Trotzdem habe ich letzte Woche mit der Anschaffung eines Kindle von Amazon einen Start gewagt. Für 99 Euro kann man damit wenig falsch machen. Die Technik mit der elektronischen Tinte und die Lese- und Bedien-Qualität sind wirklich beeindruckend. Allerdings wird es sicher nicht jedes Buch darauf geben. Für Taschenbücher und die Lektüre für unterwegs ist es aber prima geeignet und Meterlange Bücherwände werden nun nur noch mit “hochwertigen Büchern” befüllt.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich ein Freund des digitalen eBook-Readers werde, aber nachdem ich selbst mein erstes eBook veröffentlicht habe, musste ich es auch einmal ausprobieren … und auch hier werde ich viele Bücher künftig nur noch elektronisch kaufen. Per Mausklick sind sie im Handumdrehen nicht nur auf dem Kindle, sondern mittels App auch direkt auf dem iPhone und iPad. Überall synchron abrufbar. Klasse Sache!

Ach ja … zum Thema Film und DVD muss ich mir bei Zeiten auch mal eine Lösung überlegen ;-)

Meine erste Lesung

Geteiltes Leid ist halbes Leid – oder so ähnlich … frei nach diesem Motto hatte ich aus einer Bier-Laune heraus zu einer Lesung aus meinen letzten vier Büchern (Plastikpacker, Der Stalker, Cinderellas Depressionen, Der Tragödie dritter Teil) eingeladen. Er hätte gedacht, dass sich jemand für mein langweiliges Leben interessiert. Es waren knapp 35 Menschen, die meiner Einladung in das Denkma(h)l! gefolgt waren. Aufgrund kurzfristiger Panik, dass ich mcih nicht an das Manuskript halten könnte, weil ich die Geschichten ja tatsächlich erlebt hatte, habe ich kurzfristig Klaus Bunte als “Ghost-Reader” gebeten, mir aus der Klemme zu helfen und er hat seine Sache wirklich hervorragend gemacht. Ganz großes Lob und natürlich besten Dank dafür!

Knapp drei Stunden konnte selbst ich Dank des tollen Vortrages von Klaus die ein oder andere Geschichte noch einmal durchleben. Es war nicht alles schlecht, sondern auch skuril bis lustig. Wenn ich das nicht ganz falsch gedeutet habe, hatte ich auch den Eindruck, dass niemand eingeschlafen ist von den Gästen und meine sogar gelegentlich ein Schmunzeln gesehen zu haben.

Mittlerweile habe ich schon ein Duzend Anfragen bekommen, wann Klaus denn das Hörbuch einspricht … ich denke, ich werde mal mein Sparschwein schlachten und dann auch gemeinsam mit Olaf und Kathrin dieses Projekt in Angriff nehmen…

Wie auch bei der Lesung erwähnt: Es steckt keinesfalls ein kommerzieller Hintergednke dahinter, sondern ich sehe im Schreiben meiner Bücher vielmehr den therapeutischen Ansatz. Diese ganzen Geschichten müssen halt raus auf meinem Kopf und deshalb lege ich sie für eine eventuelle Weiterverwendung einfach in Buchform ab.

Was soll ich noch sagen: Danke an alle, die da waren!

PS: Danke an Olaf Disselkötter für die Fotos. Ich habe mich ja nur getraut ein Handy-Foto zu machen, aber ich musste einfach dukumentieren, dass tatsächlich Menschen gekommen sind, um sich das anzuhören …

Tipp: 3 kostenlose Bücher von Thomas Promny

Es geht um Online-Marketing, Suchmaschinenoptimierung und Werbevermarktung. Zu dem Thema muss man eigentlich kaum noch etwas sagen. Thomas Promny, Internet-Unternehmer aus Hamburg hat in drei Büchern diese Themen einfach dargestellt und kurz und bündig aufbereitet. Es lohnt sich einmal hereinzuschauen. Für Experten sicher nur kalter Kaffee, aber dennoch schön aufbereitet das thema. Obwohl die Bücher unter Creative Commons stehen und ich sie HIER auf den Download-Server gepackt habe, habe ich die “Werke” auch in Papierform im Regal stehen. Sie sind recht gut geeignet, um besonders Einsteigern die entsprechende Materie näher zu bringen. Lohnt sich!

So entstehen meine Buch-Cover

Es ist bereits die vierte autobiographische Erzählung von mir, die da jetzt zu Papier gebracht wird. Lauter Dinge, die für einen Blog zu weit gehen würden, aber die ich trotzdem gerne aufheben möchte. Wenn ich Tagebuch schreiben würde, dann hätte ich es damit vermutlich vollgeschrieben. Aber Tagebücher zerfleddern mit der Zeit immer etwas und daher lass ich von Books on Demand immer ein Buch daraus herstellen – mindestens eins – für mich. Wenn es jemand lesen möchte, dann stelle ich Freunden und Bekannten die unkorrigierten Werke gerne zur Verfügung. Klingt alles sehr unglaubwürdig – ist aber so passiert. Dann werde ich immer gefragt, warum ich die Dateien nicht irgendwo auf meinem PC lasse und direkt ein Buch mit Cover daraus baue. Ganz einfach – weil ich das schöner finde. So kann man das in den Schrank stellen und falls man das Bedürfnis hat die Geschichte noch einmal zu erleben, kann man sich damit aufs Sofa legen. Beim Zeichnen hilft mir meistens Malte Hebestreit (Karpfenschleuder). Ich stehe auf seine Männchen! Aber am Anfang jeden Covers steht immer noch ein Real-Foto. Das war beim dem Ersten Buch (Plastikpacker – 3 Jahre als männliche Tupperberaterin) so und es ist auch im aktuellen Buch so. Im Entstehungsprozess ändert sich nicht nur die Gestalt des Covers, sondern wie in diesem Fall Gelegentlich auch mal der Titel.

Mittlerweile verfolgen übrigens schon 35 “Probeleser” die aktuellen Geschichten. Falls Interesse an neuem Lesestoff besteht, einfach eine kurze E-Mail an mich. Für das Buch, das parallel zu diesem hier entsteht, bin ich gerade übrigens selbst dabei eine Karikatur, die auf einem Foto beruht in eine Comic-Zeichnung umzusetzen … mehr dazu bei Gelegenheit.

Noch ein Buch: Kochbuch mit dem Radiokoch

Zur Zeit sind Bücher-Wochen … erst das Posing-Buch und nun das Koch-Buch vom Radiokoch. 20 leckere Gerichte von der lieben Diana (ja, dieses mal vergesse ich Dich nicht!) zusammengesetzt zu einem schönen Buch. Ausgewählt und gekocht von Volkhard Nebrich und gegessen und kurz vorher noch fotografiert von mir. Allerdings wurde im Impressum leider mein Fotografen-Kollege Robert Skudlerek vergessen, der auch zwei hervorragende Portraits zu dem Buch beigesteuert hat. Und unser Team ist nur komplett mit Andrea vom Radio und Pille mit der Kamera!

Neues Buch: ModelPosen kompakt

Wir haben schon fast April und ich habe in diesem Jahr noch gar kein buch veröffentlicht … so geht das ja nicht. Daher heute die Ankündigung für ein neues Posingbuch: ModelPosen kompakt – ab April überall im Buchhandel erhältlich. Klein, handlich, ausführlich erklärt und das alles für nur 9,90 Euro! Hier schon einmal die ISBN: 978-3-8423-5661-8

Zweites Buch, erste Auflage … Erfahrungen aus dem ersten Buch sind direkt in das Konzept dieser parallel erscheinenden Ausgabe eingeflossen. Natürlich gibt es das “alte” Buch weiterhin.

Ralf König im Kleist Forum

Ein großartiger Abend mit Ralf König. Man kennt ihn als Zeichner von “der bewegte Mann” oder “Das Kondom des Grauens”. Bei seiner Vorstellung wurde er als “der mit dem Dödel” beschrieben und tatsächlich ist das männliche Geschlechtsteil auch mehr als gelegentlich in seinen Zeichnungen gesehen. In den letzten Jahren hat er drei religiöse Bücher über verschiedene “Typen” geschrieben. Den “Prototyp” (Schöpfungsgeschichte), den “Archetyp” (Noah) und den “Antityp” (Paulus) hat er in grandiosen Büchern zusammengefasst. Nur einiger seiner Werke die insgesamt über 7 Mio. mal verkauft wurden. Daraus las er am Abend über 20 kurze Episoden vor … Besser gesagt gab er die Sprechblasen wieder … toll! 90 Minuten “Lesung” und danach hat er noch etwa eine Stunde signiert. Nicht nur mit seinem Namen, sondern mit individuellen und einmaligen Comic-Bildchen … hier ist die Signatur aus dem Buch “Prototyp”, dass ich mir an dem Abend zugelegt habe. Einen ausführlichen Artikel gibt es bald im Westfälischen Anzeiger.

Boris & Lilli: Probe-Leser gesucht!

Ja, es gibt mal wieder ein neues Buch. Titel: “Boris & Lilli … damals im Ferienlager …” Anders, als der Titel erahnen lässt handelt es jedoch nicht von Teilnehmern einer Ferienfreizeit, sondern von den Betreuern und dem, was sie in den stressigsten Tagen des Jahres so alles erleben. Jetzt suche ich ein paar Probeleser, die alle paar Tage ein neues Kapitel in der unkorrigierten und unlektorierten Originalversion bekommen … wenn jemand Lust hat, bitte einfach melden … Erscheinungstermin ist für Anfang Januar 2011 geplant, aber ich möchte vorher testen, ob das neue Machwerk wenigstens “gut lesbar” und nicht zu unlustig ist.