Kategorie-Archiv: Social Media

Lost in Instagram

Ich mag Instagram ja eigentlich, aber ich bin halt auch ein Erbsenzähler und ich hatte letztens, als ich ein wenig aufgeräumt hatte das Gefühl, dass Instagram mir viel mehr Leute anzeigt, denen ich folge, als ich es wirklich tue – um genau zu sein sind es 169, also schon eine erhebliche “Rundungsungenauigkeit”. Festgestellt habe ich das, als ich um das zu bestätigen einfach mal kurzerhand alle Leute entfernt hatte.

Laut Profil folge ich 169 Personen, aber wenn ich das anklicke …

… ist da niemand mehr. Auch nicht mit diversen Web-Viewern

Das würde mich ja nicht weiter stören, aber Instagram zeigt mir ja immer nur die letzten 200 Personen an, denen ich folge und die ich dann administrieren kann. In meinem Fall sind das lediglich 31, da ja die übrigen 169 verschollen sind. Das ist also nicht nur statistisch gesehen doof, sondern lässt mich nachts unruhig schlafen. Wie gesagt: Ich bin ein Erbsenzähler.

Was ich mir nur vorstellen könnte, dass Instagram wie Facebook auch die “Karteileichen” weiter zählt – also User, die sich bereits wieder gelöscht haben. Da ich eine Zeit lang mal Hans und Franz gefolgt bin, könnte ich mir das durchaus vorstellen.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

UPDATE (24.10.2012): Instagram kennt das Problem (known Bug)

Ja, pinnen die denn alle?! Das ist Pinterest

Wie mir durch einen eigenen Vortrag und den eines Bekannten in den letzten Wochen klar wurde, kennen in meinem Bekanntenkreis noch viel zu wenige Leute dieses “Pinterest“. Was ist das überhaupt und was kann das? Pinterest ist ein soziales Netzwerk. Mein Bekannter hat es so beschrieben, dass es eine “virtuelle Briefmarkensammlung” ist. Schöner Vergleich. Ich sage ja immer, das ist sowas, wie Twitter für Menschen, die nicht lesen können oder wollen. Eine Mischung aus beiden Aussagen trifft es wohl am Besten. Bei pinterest teilen Menschen Inhalte von Webseiten und können einen begleitenden Satz hinzufügen. Pinterest stellt diese Inhalte dann auf nach Themen sortierten Pinnwänden (“Boards”) im Netzwerk des Nutzers ein. Jeder kann “pinnen”, was das zeug hält. Thematische Boards anlegen und seine Inhalte mit anderen Teilen. Das ganze sieht dann so aus:

Wie bei Twitter laufen alle “Pinns” zeitlch sortiert auf einer zentralen “Wall” ein. Spannend, was man da so alles entdecken kann. Ein Beispiel für die verschiedenen Pinnwände (Boards) zeigt mein eigenes Profil bei Pinterest:

Wie erwähnt kann jeder die Themen selbst zusammenstellen. Um gefunden zu werden, schlägt Pinterest einige Oberbegriffe vor, aber der Netzwerkgedanke steht hier mehr im Vordergrund, als der gefunden zu werden. Dabei ist es egal, ob man eigene Inhalte einstellt – ich Nutze es z.B. für Beispielfotos von Menschen und Speisen – oder einfach fremde Inhalte teilt (bei mir z.B. Gadgets und Links zu Foto-Themen).

Unternehmen setzen Pinterest ein, damit ihre Links und Produkte sich viral verbreiten. Ganz einfach mit einem Klick. Der Nutzer ist Multiplikator. Ein für mich interessantes und sinnvolles Einsatzgebiet ist übrigens auch die Schaffung eigener Archive. Neben Beispielfotos habe ich mir beispielsweise einen kleinen Pressespiegel angelegt:

Übrigens: Pinterest kann schnell süchtig machen. Es ist nämlich weitaus spannender als Briefmarken zu sammeln. Außerdem kann man mit entsprechenden Browser-Erweiterungen Inhalte verschiedener Webseiten mit einem Klick teilen bzw. pinnen. Ganz nebenbei ist Pinterest übrigens mittlerweile eine der meistbesuchten Webseiten (aktuell Nr. 16 in den USA) geworden. Und der Großteil der Nutzer ist weiblich, was aus marketingtechnischer Sicht auch sehr interessant ist.