Kategorie-Archiv: Privates

Feinstaubplakette-Electric-Drive

Elektroauto: Ein kleiner Zwischenstand

Seit etwa 10 Wochen fahre ich nun mein Elektroauto und ich kann mich nicht beklagen. Knapp 4.000 km bin ich jetzt gefahren. Es gab keine Strecken, die ich hätte fahren wollen, aber aufgrund der Reichweite von 100-150 km nicht konnte. Da merkt man mal, dass man ein Auto doch hauptsächlich für den Stadtverkehr benutzt – und dass man auch selten mit mehr als 2 Personen drinsitzt. Eine Panne hatte ich auch noch nicht – und das hätte ich mir bei manchem Vorgänger auch mal gewünscht. Die zickten nämlich auch in den ersten 10 Wochen schon rum.

Und der Stromverbrauch? Alles im grünen bereich :-)

Stromverbrauch in den letzten 30 Tagen

Stromverbrauch in den letzten 30 Tagen

Stromverbrauch nach Monaten

Stromverbrauch nach Monaten

KNapp 200-250 KWh im Monat bzw. 50/60 EUR sind absolut okay – und eine Schnelllade-Vorrichtung brauche ich auch nicht. Der Wagen hängt einfach über Nacht an der Steckdose und läd sich gemütlich innerhalb von 2-5 Stunden auf. Die Herstellerangabe von “bis zu 6 Stunden” bezieht sich schließlich auf einen nahezu restlos leergefahrenen “Tank”. Das hatte an Tagen, wo ich in Iserlohn oder in Dortmund war …

Heute habe ich übrigens einen 2,50m großen Weihnachtsbaum mit dem kleinen Flitzer besorgt. Aufgrund der ideal angeordneten Heck-Klappe war auch das kein Problem ;-)

Der Weihnachtsbaum guckt vielleicht ein kleines Stückchen raus - aber es funktioniert!

Der Weihnachtsbaum guckt vielleicht ein kleines Stückchen raus – aber es funktioniert!

Wie viel Feinstaub produziert ein Elektroauto? Die Stadt Hamm verschenkt (ab jetzt) die Plakette für E-Fahrzeuge!

Da hatte ich nicht schlecht gestaunt, als ich gestern mein neues Elektroauto anmelden wollte. Eigentlich verlief alles problemlos, bis mich die freundliche Mitarbeiterin im Bürgeramt irgendwann fragte, ob ich denn eine Feinstaub-Plakette haben wolle.

“Wofür?” Fragte ich sie Schließlich kommt aus einem Elektroauto nirgendwo Feinstaub raus. Wo auch. In Ermangelung eines Aussuffs ist das gar nicht möglich. Wenn ich irgendwann im Auto pupse (damit warte ich noch – der riecht noch so neu), habe ich vermutlich die Umwelt mehr verpestet, als der Wagen es mit Emissionen jemals tun könnte.

Die Mitarbeiterin verstand die Problematik und war ebenso engagiert wie Motiviert und telefonierte sich durch die Stadtverwaltung und suchte parallel in Anweisungen und bei Google. Vorerst ergebnislos. Später bekam ich einen Rückruf, dass ich a) eine Feinstaub-Plakette brauche, um in Umwelt-Zonen kein “Knöllchen” zu riskieren und b) würde mich das auch die üblichen 5 Euro kosten.

Feinstaubplakette-Electric-Drive

Daraufhin habe ich kritisch bei der Stadt nachgefragt: Tatsächlich sind die Vorschriften hier eindeutig. Da wiehert zwar der Amtsschimmel, aber die Zukunft braucht ja bekanntlich immer etwas länger, bis sie in den Behörden ankommt. Das ist in Hamm jetzt anders. Dort hat man die Problematik erkannt und verschenkt künftig die Feinstaub-Plakette an Halter von Elektrofahrzeugen. Aus reiner Bürgerfreundlichket! Ich finde, dass unsere Stadt damit nicht nur bürger- sondern auch umweltfreundlich ist! Da freue ich mich nicht nur über die gesparten 5 Euro, sondern vor allem über das Zeichen, das unsere Verwaltung damit setzt. Danke!

Eine Frage bleibt: Wenn “Ozon-Alarm” ist und kein Auto wegen der Abgasbelastung mehr fahren darf. Darf ich dann auch kein Elektroauto mehr fahren?

UPDATE: Das schreibt der Westfälische Anzeiger am 09.10.2013

WA_2013-10-09-Feinstaub