Kategorie-Archiv: Handy & Co.

Mobiles Bezahlen bei Netto

Seit knapp einer Woche ist das mobile Bezahlen beim Discounter “Netto” möglich. Da fühlte ich mich berufen, einen Selbstversuch durchzuführen.

Bevor man mittels Smartphone bezahlen kann, bedarf es jedoch einiger Vorbereitung: Zuerst muss man sich die Netto-App herunterladen (iOS, Android) und dort einen Account anlegen. Wenn man sich für mobiles Bezahlen anmeldet, erhält man zwei Passwörter zugeschickt. Eines per SMS auf das Handy und eines via 1ct-Banküberweisung als Verwendungszweck. Die Überweisung kam bei mir nach 7 Tagen an – also auch am letztmöglichen Tag, wo man den Account autorisieren konnte. Aber es lagen mehrere Feiertage dazwischen, daher gehe ich davon aus, dass es normalerweise schneller geht.

Zusätzlich legt man nun eine PIN-Nummer an und wenn man die in der Filiale eingibt, in der man ist. Die App spuckt als Antwort einen neuen PIN aus:

Die Netto-App
Die Netto-App

Die neue PIN ist nur in der aktuellen Filiale und auch nur für 5 Minuten gültig. Man sagt den Code nun einfach an der Kasse und *schwupp* ist die Bezahlung autorisiert (vorausgesetzt, das Kassenpersonal ist informiert … ansonsten sollte man den Tipp geben, dass “Zahlen per Netto-App” aktiviert werden muss!)

Das war es schon. auf dem Kassenbon erscheint ein entsprechender Hinweis und der Einkauf wird auch in der App archiviert. Hier hat man übrigens die Möglichkeit, die Zahlung zu stornieren. Das habe ich nicht ausprobiert, weil ich davon ausgehe, dass ich dann eine Rechnung/Mahnung von Netto bekomme. Es gab auch keinen Anlass dazu, denn der Bezahlvorgang hat problemlos funktioniert.

Kassenbon und App-Archiv
Kassenbon und App-Archiv

Ich bin gespannt, wann andere Discounter nachziehen …

Der Fotograf und die Drohne (Parrot AR.Drone 2.0)

Vor knapp drei Jahren wollte ich schon eine Drohne anschaffen. Zu diesem Zeitpunkt waren die meisten Geräte jedoch noch sehr teuer und unkomfortabel in der Bedienung. Also wurde der Plan erst einmal verworfen.

Für mich sollte so ein Fluggerät genauso einfach zu bedienen sein, wie ein iPhone. Intuitiv und idiotensicher. Ausgerechnet im Apple Store sah ich plötzlich so ein Teilchen. Der Preis lag bei unter 300 Euro und ich dachte mir, wenn Apple schon Fremdprodukte in seinen Shop aufnimmt, dann muss das Teilchen in der Verarbeitung und Bedienung wohl entsprechend gut sein.

Genau so ist es auch. Das Gerät muss nicht zusammengebaut werden, sondern befindet sich komplett montiert in der Verpackung. Nicht nur bei Apple, sondern auch bei einschlägigen Elektronik-Händlern erhältlich. Preislich allerdings relativ konstant.

Gesteuert wird die Drohne mit dem iPhone, iPad oder auch iPod Touch. Dazu muss das Fluggerät einfach via WLAN z.B. mit dem iPhone verbunden und die Steuersoftware aufgerufen werden. Ein kleines Highlight: An Bord der Drohne befinden sich zwei (!) kleine Kameras. Eine Kamera zeigt die On-Bord-Perspektive bei Flugrichtung nach vorne. Die Qualität ist absolut akzeptabel. Eine zweite Kamera (mit deutlich schlechterer Qualität) ist gerade nach unten ausgerichtet und zeigt so den Start-/Landebereich.

Die Videobilder beider Kameras lassen sich in Echtzeit auf dem Smartphone anzeigen, so dass man – auch ohne die Drohne zu sehen – auf Sicht fliegen kann.

Screenshot der AR.Drone in meinem Waschkeller
Screenshot der AR.Drone in meinem Waschkeller

Mit dem Steuerprogramm lassen sich darüber hinaus noch zahlreiche Einstellungen der Drohne anpassen und verändern. Im Lieferzustand sind alle Einstellungen so vorgenommen, dass eigentlich nichts passieren kann. Neigungswinkel, Steuerung und Geschwindigkeiten sind auch für den Anfänger gut geeignet, lassen sich aber später deutlich anpassen:

Einige der Einstellungsmöglichkeiten im Steuerprogramm
Einige der Einstellungsmöglichkeiten im Steuerprogramm

Bevor man die Drohne startet, sollte man sich allerdings noch entscheiden, welche der beiden mitgelieferten Verkleidungen man wählt.

Produktfotos. Oben: Infoor-Verkleidung, unten: Outdoor-Verkleidung
Produktfotos. Oben: Infoor-Verkleidung, unten: Outdoor-Verkleidung

Für den Indoor-Einsatz (und auch für die ersten Flugversuche im Freien) eignet sich die Schaumstoff-Verkleidung die die Rotorblätter vor Unfällen schützt. Die Rotorblätter sind jedoch recht elastisch und robust und gehen auch nicht beim ersten Crash kaput. Wenn doch, dann gibt es für ein paar Euro im Internet aufgrund der hohen verbreitung des Produkte überall Ersatzteile.

Befeuert wird die Drohne übrigens mit einem Lithium-Polymer-Akku, der für knapp 10 bis 20 Minuten Flufvergnügen (ja nach Witterung und Nutzlast) liegt. Der Akku ist das schwerste Bauteil der ganzen Drohne und wird mittig platziert.

AR.Drone 2.0 ohne Verkleidung
AR.Drone 2.0 ohne Verkleidung

Die Video- und Fotoaufnahmen werden entweder im Steuergerät (z.B. iPhone) aufgezeichnet oder auf einem USB-Stick, der ebenfalls in der Drohne montiert werden kann.

Das alles reichte mir jedoch nicht aus und ich wollte die Bild-Qualität und den Aufnahmekonfort noch ein wenig erhöhen. Aus diesem Grund habe ich geschaut, wie ich eine GoPro-Kamera montieren kann. Ideal ist der Schwerpunkt möglichst mittig und unterhalb der Drohne. Hierzu gibt es ein paar robuste Bauteile, die man leicht selbst zusammenstecken kann. Gefertigt von Droneparts.

Das ganze sieht dann so aus:

GoPro Halterung für die AR.Drone 2.0
GoPro Halterung für die AR.Drone 2.0

Bevor ich mir die teile für die Halterung bestellt hatte, habe ich erst einmal ausprobiert, ob die Drohne die Last der GoPro überhaupt trägt. Dazu habe ich die Kamera einfach mit Klebeband auf der Drohne befestigt. Durch die Position oberhalb statt unterhalb hatte ich dann einen etwas unruhigen Flug:

Aber: Die Nutzlast einer GoPro stellt für die AR.Drone 2.0 kein größeres Problem dar. Außer, dass sich die Flugzeit des Akkus ein wenig verkürzt.

Mit der späteren Halterung habe ich dann direkt mal ein paar Testbilder gemacht und mein Haus und das des Nachbarn von oben angeschaut (ich wollte doch wissen, ob sein Rasen schon wieder so gut aussieht). Die Ergebnisse waren wirklich besser, als erwartet – auch wenn natürlich die für GoPro Typische Fisheye-Zerrung zu erkennen ist:

Mein Haus von oben mit GoPro und AR.Drone 2.0
Mein Haus von oben mit GoPro und AR.Drone 2.0
... und so sieht es bei meinen Nachbarn aus ;-)
… und so sieht es bei meinen Nachbarn aus ;-)

Zum Vergleich: So sahen die ersten Bilder mit der On-Bord-Kamera aus:

Fotos von der eingebauten Kamera der AR.Drone
Fotos von der eingebauten Kamera der AR.Drone

… das waren natürlich nur die ersten Flug-Tests, aber mittlerweile kann ich damit ganz anständige Luftbilder von Gebäuden machen. Sicherlich für den ein oder anderen Garten-Planer oder Immobilienmakler interessant.

iOS Geräte aufräumen mit PhoneClean

Ich bin ja jemand, der mit dem einen Auge immer auf den freien Speicherplatz schaut. Egal ob PC, Mac oder Handy. Gerade bei mobilen Geräten ist der Speicherplatz doch recht beschränkt, daher habe ich mich mal etwas umgeschaut und bin auf PhoneClean gestoßen. Das Tool ist übrigens kostenlos!

PhoneClean Homepage
PhoneClean Homepage

Natürlich war ich ein wenig skeptisch, ein Tool in meinem Handy herumwerkeln zu lassen. Schließlich ist das mein Hauptkommunikationsmittel. Aber wofür gibt es Backups. Die hätte ich aber gar nicht gebraucht. PhoneClean tastet wichtige Daten gar nicht an, sondern nur die Dateien, die verwaist und überflüssig sind.

Bevor das Gerät “gesäubert” wird, führt das Tool erst mal einen Scan-Durchlauf durch. Der zeigte bei meinem iPhone satte 1,88 GB (!) Daten an.

Phoneclean Scan Ergebnis
Phoneclean Scan Ergebnis

Enthalten sind reichlich temporäte Dateien, abgebrochene Medien-Übertragungen und auch bei näherem Hinsehen in der nach App sortierten Anzeige, fand ich nichts, dass ich nach der Bereinigung vermissen würde. Also drückte ich auf “Clean up” und ließ das Tool rattern.

Nach ein paar Minuten war mein Handy nicht nur von den überflüssigen Dateien bereinigt, sondern ich hatte auch das Gefühl, es sei ein wenig schneller geworden.

Daumen hoch!

PhoneClean Ergebnis
PhoneClean Ergebnis
Projecteo | Silver Edition

Projecteo – Instagram Projektor

Ich blogge ja immer wieder gerne über eine meiner Lieblings-Apps auf dem iPhone auf dem Handy: Instagram. Heute habe ich von Olaf den Tipp bekommen, dass es da ein ganz neues und Cooles Projekt gäbe: Projecteo.

Das Projekt befindet sich noch in der Planungsphase und sucht Kapitalgeber via Kickstarter.

Zuerst einmal die Idee: In Anlehnung an alte Rollei-Dia-Projektoren hat Benjamin Redford einen Mini-Projektor für Instagram Fotos entwickelt.

Bei der optischen Vergrößerung der Mini-Dias gibt es keine Pixel zu sehen, sondern nur ein vergrößertes Bild.

Der Projektor funktioniert selbstverständlich am Besten in dunklen Räumen.

Befeuert wird der Projektor über kleine Plastik-Rädchen, in denen 9 Instagram-Fotos schlummern:

Um diese Rächen künftig zu bestellen und entsprechende Fotos auszuwählen, wird es eine Handy-App geben:

Die Bilder werden nicht gedruckt, sondern auf 35mm Film ausbelichtet:

Mit einem Spezial-Werkzeug werden die Rohlinge dann ausgestanzt:

Fertig ist die 9er Serie:

Die Batterien im Inneren des Mini-Projektors reichen nach Angaben des Wntwicklers für knapp 8 Stunden:

Eine tolle Idee und ein listiges Gadget, von dem ich echt begeistert bin.

Das Projekt wird aller Wahrscheinlichkeit realisiert und wer seine Unterstützung zusagt, der bekommt auch etwas dafür. Via Amazon.com kann man einen Betrag auf seiner Kreditkarte vormerken lassen. Aktuell ist doppelt soviel Kapital vorhanden, wie für die Realisierung benötigt wird.

Weitere Informationen gibt es hier:
http://www.kickstarter.com/projects/1209578799/projecteo-the-tiny-instagram-projector

Und ein zusammenfassendes Video gibt es auch: