Kategorie-Archiv: Internet & Co.

Der größte Treiber der Welt

Als ich gerade meine Festplatte aufräumen wollte, habe ich mal alle installierten “Programme und Funktionen” nach Größe sortiert. Da habe nicht schlecht geträuzmt, als ich einen Grafiktreiber mit 37,1 GB (!!!) gefunden habe:

Screenshot aus der Systemsteuerung

Screenshot aus der Systemsteuerung

Jetzt stellt sich natürlich die Frage “Ist das Kunst oder kann das weg?” – ein Treiber dieser Größe ist sicherlich nicht erforderlich, aber vermutlich läd Windows im Hintergrund wieder jede Menge Updates herunte, so dass sich die Festplatte nach und nach zumüllt.

Deswegen liebe ich meinen Mac – da gibt es sowas nicht – ist mir zumindest noch nicht aufgefallen …

Google Music in Deutschland verfügbar

Heute ist “Google Music” (eigentlich: “Google Play Music”) in Deutschland gestartet. Dort kann man kostenlos 20.000 Songs in der Cloud speichern (Apple: 25.000 für ca. 25€/Jahr). Ähnlich wie bei Apple muss man nur “unbekannte” Songs hochladen. Der Rest wird mit identifiziert und zur Verfügung gestellt. Importiert werden die Songs mit einem kleinen Tool direkt z.B. aus der iTunes Bibliothek. Leider konnte ich noch nicht rausfinden, ob es einen kostenpflichtigen Weg gibt, mehr als 20.000 Songs zu veröffentlichen …

http://music.google.com/

Klout.com – Internet Scoring

Bislang kannten wir das nur von der Schufa, den Versandhäusern und den Banken. Im Internet gibt es jedoch auch einige Dienste, die sich auf eine Art Scoring spezialisiert haben.

So zum Beispiel Klout.com. Es gibt zahlreiche andere Dienste, die die Online-Reputation der Nutzer auswerten, aber dieser ist wohl der populärste.

Mich hatte der Dienst lange Zeit nicht weiter interessiert, aber da ein Bekannter in der nächsten Zeit einen Vortrag darüber hält, habe ich mir Klout dann doch mal etwas näher angeschaut.

Wenn ich das richtig verstehe, wird “ausgewertet”, was man so auf diversen anderen Networks treibt. Dazu kann/muss man Twitter, Facebook, Instagram, Foursquare, Google+ usw. mit seinem Klout-Account verknüpfen. Darüber hinaus kann man so genannte Topics setzen. Die Nutzer können sich untereinander als “Influencers” kennzeichnen und so aussagen, wer sie im Netz beeinflusst und wen man selbst beeinflusst hat. Das geht nicht nur mit den Personen, sondern auch mit den genannten Topics.

So sieht zum Beispiel meine Profilseite bei Klout aus. Links die Personen, die mich beeinflussen und rechts meine “Momente” – also Postings in anderen Netzwerken, die für besonders viel Feedback gesorgt haben. Hier beispielsweise ein Foto von Alina, was heiß diskutiert wurde.

Es geht also nicht nur darum, möglichst viel zu posten, sondern vielmehr um die Interaktion. Diese Interaktion wird dann von Klout ebenso ausgewertet, wie der Klick (heißt hier “+K”) auf die entsprechenden Topics. Der Anklickende bestätigt mit dem Klick, dass sich die betreffende Person in diesem Bereich tatsächlich recht gut auskennt. Damit nicht hemmungslos rumgeklickt wird, ist die Anzahl der Klicks, die man pro Tag verteilen kann auch beschränkt.

Vom Prinzip schon eine sehr gute Sache, allerdings ist der Dienst zur Zeit sehr auf Amerika beschränkt und lässt beispielsweise Xing oder andere hier sehr stark frequentierte Portale komplett außer Acht. Inwiefern dagegen last.fm für die Online-Reputation wichtig ist, erschließt sich mir nur so, als dass auch hier die Interaktion ausgewertet wird – nicht der Musik-Geschmack.

Statistiken gibt es satt und ich bin gespannt, wann Klout hier in Deutschland noch etwas bekannter wird.

Die Grundidee ist sicherlich nicht verkehrt. So muss ein potentieller neuer Arbeitgeber nicht mühsam selbst suchen, wie aktiv ein Bewerber in diversen Netzwerken ist, sondern kann sich grob erst einmal am Klout-Score orientieren.

Auch um Kunden direkt anzusprechen ist der Klout-Score interessant. So erhält man so genannte “Perks” (Angebote, Vergünstigungen). Diese richten sich Inhaltlich ebenfalls grob nach dem Score.

Ich bin gespannt, wie sich der Dienst in Zukunft weiter entwickelt …

Der Nepp mit der Gewerbeauskunft-Zentrale.de

Keine Panik! Ich bin nicht auf die Masche reingefallen, aber mir ist heute beim Aufräumen des Autos wieder so ein altes Schreiben in die Hände gefallen. Bislang dachte ich immer “wer fällt auf sowas rein”, aber kürzlich kam bei “SternTV” und “Rechtsanwalt Posch” darüber noch ein Beitrag. Die Firma hat ihre Masche schon sehr ausgeklügelt aufgezogen, aber da viele unbedarfte Bürger darauf reinfallen und zahlen, statt zu klagen, fließen hier vermutlich recht viele Euro.

Dabei kennen viele das Schreiben gar nicht, weshalb ich einfach mal die mir zugestellte Version ins Netz stellen möchte (zum vergrößern anklicken):

Das Anschreiben sieht recht offiziell aus. Auf Öko-Papier wirkt es fast wie ein Anschreiben einer Behörde. Dabei ist es nicht anderes, als ein Angebot dafür, dass die Daten der angeschriebenen Firma in ein Internet-Verzeichnis aufgenommen wird. Wenn man die AGB auf der Rückseite und besonders den Hinweis auf der Vorderseite (es ist ein Angebot!) liest, ist das eigentlich auch klar. Aber wer möchte schon so viel kleingedrucktes lesen? Daher hier in Kürze:

Die Firma war sogar so nett und hat den Passus mit den ANGEBOT eingerahmt …

Und nun noch ein Auszug aus den AGB:

4. Die Vergütung der GWE-Wirtschaftsinformations GmbH gemäß den Angaben des aktuellen Angebotes wird mit Erhalt der Rechnung jeweils für ein Jahr im Voraus fällig. Es handelt sich um einen mtl. Teilbetrag von Eur 39,85 zzgl. Ust. Die jährliche Vergütung beträgt Eur 478,20 zzgl. Ust, bei Mindestvertragslaufzeit Eur 956,40 zzgl. Ust.. Der Betrag ist einmal nach Auftragseingang und der daraus folgendenen Rechnungen zu entrichten und wiederholt sich jährlich, soweit der Vertrag nicht von einer der Parteien laut den AGB gekündigt wird.

also, bevor ich 1.138,12 Euro (inkl. USt.) zahle, erkundige ich mich doch erst einmal genau, wofür ich das Geld ausgeben soll. Über weitaus kleinere Beträge (z.B. GEZ) usw. regt man sich auf und das Angebot der Firma GWE nimmt man einfach so ohne Rückfrage an? Seltsam …

Ach ja. Die Versprochene Leistung (nämlich einen Eintrag auf einer Internetseite) bekommt man natürlich. Das sieht dann so aus:

Adresse und Google-Karte … sonst nix.

Also bitte erst lesen und NICHT faxen!

Curiosity – What’s inside the cube?

Tja, was ist in der Kiste? Das ist die Frage. Jetzt bin ich ja nicht unbedingt der Spiele-Freak, aber da wurde ich dann schon ein wenig Neugierig. Es handelt sich um ein Spiel von Entwickler-Legende Peter Molyneux (22 Cans).

Was auf den ersten Blick ein wenig nach der aktuellen Mars-Misson klingt (wegen des gleichnamigen Erkundungsroboters), ist in Wirklichkeit ein neuartiges Spiel, dass es nur einem Spieler ermöglichen Soll, einen Blick in das innere des Würfels zu werfen. Es ist quasi so eine Art Experiment gemischt mit einem Hauch Glückspiel.

Das Innere des Würfels soll etwas “lebensveränderndes” enthalten und der Entwickler erwartet, dass sich dieses Geheimnis dann in Windeseile viral verbreitet. Nur einer kann gewinnen. Aber nach diesem ersten “Experiment” sollen weitere Folgen …

Der Cube wird von weltweiten Mitspielern mittels PC, iOS- oder Android-Handy in seine Einzelteile zerlegt. Gemeinsam wird der Würfel zerlegt, aber nur eine Person kann den finalen Schlag machen, um schließlich ins Innere des Würfels zu gelangen. Die Mitspieler können quasi in Echtzeit verfolgen, wie es sich um den Zustand des Würfels verhält und.

Neben der Unterhaltung steht natürlich für die Entwickler auch der Profit im Vordergrund. So können verschiedene Werkzeuge gekauft werden, um den Würfel erfolgreich Schaden zuzufügen. Curiosity ist dabei alles andere als ein Kinderspiel. Es kann sogar richtig teuer werden. Eines der Werkzeuge ist beispielsweise ein Diamant-Meißel, der für 50.000 Euro zur Verfügung steht. Echtes Geld! Es ist wie bei anderen Glückspielen auch. Höherer Einsatz bringt bessere Erfolgschancen, aber eine Garantie gibt es natürlich nicht. (Wem das alles zu teuer ist, der kann ja auch andere Glückspiele für das iPad ausprobieren)

Bei derartigen Einsätzen muss sich schon etwas sehr “lebensveränderndes” im Inneren verbergen …

Der Spiel wird veröffentlicht, sobald der Spiel-App für Android-Systeme ausgearbeitet ist. Der Termin der Veröffentlichung wurde für September 2012 angekündigt und schon mehrfach verschoben. Leider kann ich noch keinen Deep-Link für das Spiel anbieten, da die Apps für iOS Systeme Anfang Oktober veröffentlicht werden sollten, aber die Software-Schmiede will das Spiel erst zugänglich machen, sobald die App auch für Android fertig ist.

Ich bin fast überzeugt, dass Curiosity einen echten Hype auslösen könnte …