Bislang kannten wir das nur von der Schufa, den Versandhäusern und den Banken. Im Internet gibt es jedoch auch einige Dienste, die sich auf eine Art Scoring spezialisiert haben.
So zum Beispiel Klout.com. Es gibt zahlreiche andere Dienste, die die Online-Reputation der Nutzer auswerten, aber dieser ist wohl der populärste.
Mich hatte der Dienst lange Zeit nicht weiter interessiert, aber da ein Bekannter in der nächsten Zeit einen Vortrag darüber hält, habe ich mir Klout dann doch mal etwas näher angeschaut.
Wenn ich das richtig verstehe, wird “ausgewertet”, was man so auf diversen anderen Networks treibt. Dazu kann/muss man Twitter, Facebook, Instagram, Foursquare, Google+ usw. mit seinem Klout-Account verknüpfen. Darüber hinaus kann man so genannte Topics setzen. Die Nutzer können sich untereinander als “Influencers” kennzeichnen und so aussagen, wer sie im Netz beeinflusst und wen man selbst beeinflusst hat. Das geht nicht nur mit den Personen, sondern auch mit den genannten Topics.

So sieht zum Beispiel meine Profilseite bei Klout aus. Links die Personen, die mich beeinflussen und rechts meine “Momente” – also Postings in anderen Netzwerken, die für besonders viel Feedback gesorgt haben. Hier beispielsweise ein Foto von Alina, was heiß diskutiert wurde.
Es geht also nicht nur darum, möglichst viel zu posten, sondern vielmehr um die Interaktion. Diese Interaktion wird dann von Klout ebenso ausgewertet, wie der Klick (heißt hier “+K”) auf die entsprechenden Topics. Der Anklickende bestätigt mit dem Klick, dass sich die betreffende Person in diesem Bereich tatsächlich recht gut auskennt. Damit nicht hemmungslos rumgeklickt wird, ist die Anzahl der Klicks, die man pro Tag verteilen kann auch beschränkt.
Vom Prinzip schon eine sehr gute Sache, allerdings ist der Dienst zur Zeit sehr auf Amerika beschränkt und lässt beispielsweise Xing oder andere hier sehr stark frequentierte Portale komplett außer Acht. Inwiefern dagegen last.fm für die Online-Reputation wichtig ist, erschließt sich mir nur so, als dass auch hier die Interaktion ausgewertet wird – nicht der Musik-Geschmack.

Statistiken gibt es satt und ich bin gespannt, wann Klout hier in Deutschland noch etwas bekannter wird.
Die Grundidee ist sicherlich nicht verkehrt. So muss ein potentieller neuer Arbeitgeber nicht mühsam selbst suchen, wie aktiv ein Bewerber in diversen Netzwerken ist, sondern kann sich grob erst einmal am Klout-Score orientieren.
Auch um Kunden direkt anzusprechen ist der Klout-Score interessant. So erhält man so genannte “Perks” (Angebote, Vergünstigungen). Diese richten sich Inhaltlich ebenfalls grob nach dem Score.
Ich bin gespannt, wie sich der Dienst in Zukunft weiter entwickelt …