Google und ich …

Nach längerer Zeit habe ich mir mal wieder einen SPIEGEL gekauft, da ich den Titel schon sehr interessant fand: “Google – der Konzern, der mehr über Sie weiß, als Sie selbst”. Der Artikel ist klasse geschrieben und beschreibt Googles Strategie, die wichtigsten Tools und was der Konzern in Zukunft noch so alles plant.

An dieser Stelle kommt immer die Diskussion nach Privatsphäre auf und das Google die ganzen gesammelten Daten für das Ausspielen von Werbung verwendet. Soweit ist das richtig, aber wo ist das Problem?

Ich bin ein bekennender Google Fan und nutze unzählige Features der sympatischen Firma mit dem Leitspruch “Don’t be evil” (tue nichts Böses). Dass Google die Daten auswertet und mir dann nur solche Werbung zeigt, die mich interessiert, finde ich sogar eher gut. Man sollte wissen, dass der Werbekunden ja nicht meine Daten bekommt und Google auch nicht meine E-Mails liest. Automatisierung ist eine lohnenswerte Sache und bringt viele Vorteile.

So ist es bei mir:

Google Mail: Früher hatte ich meine Mails in Outlook und konnte dank Exchange-Server vom Rechner bei Powerplant und auch mit dem Notebook zu Hause darauf zugreifen. Dank Google kann ich jetzt von jedem Internetrechner auf meine Mails zugreifen. Die Mails werden als Dialog zusammenhängend gespeichert und auch die Suche innerhalb der nachrichten ist schnell und zuverlässig. Die Kontakte verwalte ich ebenfalls mit dem Programm. Mit einem kleinen auf der Google Seite beschriebenen Trick kann man für alle Funktionen auch mit dem Telefon (z.B. mein iPhone) den Push-Service nutzen. Funktioniert zuverläsig. Im Web wird dezent etwas Werbung eingeblendet – ist mir anfangs nicht einmal aufgefallen.

Google Kalender: Auch hier stehen alle Funktionen von Outlook zur Verfügung, die ich brauche. Mehrere Kalender, automatische Eintragung der Geburtsdaten aus den Kontakten. Sogar SMS- oder Mailbenachrichtigungen sind möglich.

Google Texte & Tabellen: Da ich Microsoft fast vollständig den Rücken gekehrt habe, kann ich mit dem Programm sowohl Tabellenkalkulationen und Textdokumente verwalten. Au0erdem kann man z.B. Open Office Dateien (nutze ich auch sehr gerne) importieren und wenn es sein muss auch Microsoft Office Dokumente. Einziger Nachteil (vielleicht hab ich aber auch die Einstellung nur noch nicht gefunden) ist die Tatsache, dass die Textdateien nicht erkennbar in Seiten aufgeteilt werden, sondern als eine unendliche Seite behandelt werden. Positiv sind die Tatsache, das die Dokumente freigegeben und von anderen bearbeitet und in verschiedene Formate exportiert werden kann. Alles ganz problemlos.

Google Picasa: Das Tool hatte ich schon lange als lokale Anwendung auf meinem Rechner, weil es super für die Bild-Verwaltung war. seit diesem Zeitpunkt hatte ich auch angefangen meine Bilder mit Tags und zusätzlichen Informationen auszustattet. Das Webalbum bietet kostenlos 1 GB Speicherplatz für die Bilder. Etwas zweckentfremdet habe ich Picasa dann auch noch. Ich nutze es als Dokumentenmanagement für private Unterlagen, Telefonrechnungen und Garantiescheine. Leichtsinnig? Nein. Die Alben sind nicht freigegeben und ich gehe immernoch davon aus, dass niemand meinen Google Account knackt. Zusätzlich habe ich die Dateien auf diversen Rechnern synchronisiert.

Google Analytics: Es war vor Jahren eine Revolution, als mit Analytics ein Web-Analyse-Dienst kam, der alle Funktionen angeboten hat, die sonst nur teurer Programme boten. Anfangs war ich skeptisch, jetzt nutze ich es allerdings für alle Online-Projekte und entdecke ständig neue Funktionen, Statistiken udn Auswertungen. Natürlich nutzt auch Google die Daten, aber mich stört es ja auch nicht, wenn Amazon mir schreibt: “Kunden, die diese DVD kauften, interessieren sich auch für …”. Lediglich das Freigeben von Statistiken für andere User macht bei mir Probleme …

Google Crome: Ich finden den Browser schick, weil er den größtmöglichen Platz für eine Webseite bietet und keine großen Schaltflächen hat. Der Browser ist schnell und stürzt bei mir eigentlich nie ab. Dennoch klicke ich aus Gewohnheit gelegentlich noch auf Firefox. An Google Crome hab ich aber nichts auszusetzen.

Youtube: Das vergessen viele immer wieder, dass ja auch Youtube zu Google gehört. Früher brauchte man viel eigenen Speicherplatz für Videos und dann auch noch Tools zum Einbauen usw. Heute läd man seine Videos bei Youtube hoch und fügt sie mittels vorgefertigter Codzeile ein – kann jeder. Ich auch.

Google Wave: Dieses “Wave” habe ich noch nicht zu 100% verstanden, aber die Idee ist wohl, dass man damit gemeinsam Dateien Verwalten kann und Quasi Gruppen-E-Mails in echtzeit schreibt. Angemeldet bin ich aber mal schauen, wie ich es künftig einsetze.

Sonstiges: Google Maps, Google Earth, Google Books, Google Alert, Google News … es gibt so viele Dienste, die man schon wie selbstverständlich benutzt. Alles gratis und mit Werbung finanziert – dafür gebe ich doch gerne einige “anonymisierte” Daten preis.

Google Health (engl.): Zur Zeit nur auf englisch verfügbar und daher auch nicht so simpel zu bedienen, da ich nicht weiss, wie meine Krankheiten auf englisch heißen. Dennoch eine gute Idee – wenn auch datenschutztechnisch sicher bedenklich. Man gibt Google neben persönlichen Daten auch Blutgruppe, Allergiene und alle Krankheiten preis. kann eingescannte Röntgenbilder und Fotos hochladen und wenn wirklich einmal etwas passiert, dann hätte ein neuer (unbekannter) Arzt alle Informationen griffbereit. Allerdings auch jeder der sonst in den Besitz der Daten kommt. Und Google? Die zeigen mir nun Werbung für Aspirin. Aber da habe ich nichts gegen. Google Flue Trends (engl.) kann übrigens aufgrund der Suchhäufigkeit nach “Grippe” und verwandten Begriffen schon Grippewellen “vorhersagen”.

Google Crome OS (bald): Ein Betriebssystem von Google. Das bedeutet “reduce to the max” – ohne Schnickschnack und schlank programmiert. Dafür habe ich hier schon ein Notebook liegen, das nur darauf wartet, bis Google Chrome OS am Markt ist.

Google Nexus One (bald): Das Google Handy mit Vertrag von Vodafone wird das iPhone zwar nicht in den Schatten stellen, aber wenn man bedenkt, wie viele Funktionen ich bereits von Google nutze, ist es die logische Konsequenz auch das Handy als neues Kettenglied einzufügen. Vermutlich werden einige Dienste werbefinanziert ud dadurch günstiger als das iPhone. ich warte schon gespannt auf die Markteinführug in Deutschland.

Und ihr? Was nutzt ihr von Google?

PS: Hier kann jeder sehen, was Google über einen gespeichert hat: https://www.google.com/dashboard/

WA Sport Spezial – Hammer Lokalsport

Neuer WA-Service für alle Sportler und Vereine aus Hamm, http://sport.wa-online.de ab sofort im Lokalsport noch umfassender. Wer im heimischen Sport ständig auf Ballhöhe bleiben will, der wird ab sofort noch häufiger die Internetseite des WA anklicken.

PS: Und wer hat’s “erfunden”? Natürlich unsere Online-Redaktion und die Männchen-Tante

Facebook: “jeder kann beitreten” – jeder ???

Mein Sohn hat sich gerade überlegt, dass er eigentlich auch ein Facebook-Profil braucht. Immerhin kann er nun das Wort Facebook fehlerfrei aussprechen und mit seinen Fingern gezielt einige Buchstaben auf der Tastatur drücken, statt mit der ganzen Faust darauf einzuschlagen. Facebook ist ja auch kinderleicht zu bedienen – Anmelden. Fertig. Da steht auch noch ganz groß “jeder kann beitreten” – nur hätten wir wohl nicht Linus’ wahres Alter angeben sollen … das haben wir nun davon:

Das ist mal eine spannende Definition von “jeder” ;-)

Tim’s kleine Welt wird erwachsen

Mein Blog hat zu Weihnachten ein kleines Update bekommen. Neben der aktuellen Software-Version trägt er nu auch einen anderen Namen, denn die Welt ist gar nicht so klein … In diesem zusammenhang habe ich auch den Untertitel ausgetauscht, denn natürlich weiß ich, dass man das Apostroph bei “Tim’s” eigentlich weglassen müsste, aber das werde ich jetzt nicht jedem Besucher sagen. Daher gibt es eine Kurzbeschreibung des Inhaltes (“der tägliche Wahnsinn”) – das hat in keinster Weise etwas mit meinem Geisteszustand zu tun ;-)

Damit man das Update auch optisch zur Kenntnis nimmt, habe ich das mittlerweile über 2 Jahre alte Foto von mir duch Objekte des neuen Buchprojektes ersetzt. Mit der Werbung kann man icht früh genug anfangen … und die Zeichnungen von Malte werten so nun auch den oberen Bereich des Blogs optisch auf …

1000 – Eintausend

Jap. Ichhabe es im Gegensatz zu Diana gemerkt, dass der Zähler mit diesem Eintrag auf 1.000 Blog-Einträge springt. Krasse sache, wie viel Zeug ich schon ins Weltnetz geblasen habe. Und wenn etwas sicher ist, dann dass ich zur Zeit noch Stoff für mindestens Tausend weitere Einträge habe. Nur recht wenig Zeit sie in Worte zu fassen. Schließlich arbeite ich noch an einem Jahresrückblick …

Wie dem auch sei. Ein Jubiläum muss man feiern und ich glaub ich werde im Januar mal eine Blog-Party machen und alle einladen, die das hier lesen. Da werde ich mir nur noch überlegen, wo ich das mache, aber für Vorschläge bin ich immer offen.

Jetzt habe ich überlegt, ob es irgendwas gibt,wo bei mir zu Hause eine “1000″ abgebildet ist, bin aber leider nicht fündig geworden. Also habe ich improvisiert und mal geschaut … folgende Bilder sind dabei herausgekommen – und ich habe noch ein paar mehr. Wenn jemand kreative “Tausender” hat, bitte per Mail an tim@reckmann.org – ich werde die dann ergänzen!

1000-1

1000-2

Der Blog funktioniert wieder einwandfrei

Danke Stefan. Der Blog rennt wieder einwandfrei. WordPress wurde zusätzlich noch auf den neusten Stand gebracht und auch RSS und Twitter funktionieren wieder so wie sie sollten. Die Kommentarfunktion ist wieder frei für alle Artikel und Askimet arbeitet auch so wie es sein sollte. Allein heute wurden direkt wieder über 300 SPAM Einträge verhindert.

So recherchiert der Spiegel

Daniel schickte mir letzte Woche einen Link von Spiegel Online, wo über das Hamm Wiki berichtet wurde:

spiegel_wiki

Eine der kernaussagen war, dass sich lokale Zeitungen immer mehr an den Wikis beteiligen und im folgenden Screenshot sieht man auch im Wortlaut. So wurde über das Hamm Wiki geschrieben, dass die “Westfalenpost” den Trägerverein unterstützt und so von den Anzeigenerlösen profitiert.

Was ist daran falsch? Eigentlich fast alles:

  • Die Westfalenpost ist in einigen Bereichen Mitbewerber des Westfälischen Anzeigers und hat mit dem Hamm Wiki nichts zu tun
  • Der Westfälische Anzeiger hat das Hamm Wiki nicht unterstützt und ist auch kein juristisches Vereinsmitglied. Einzig ich selbst stehe als Vereinsmitglied sowie WA-Mitarbeiter vielleicht in eienm Zusammenhang.
  • Das Hamm Wiki beinhaltet nicht eine einzige Werbeanzeige und so kann auch niemand davon profitieren.
  • Da ich nicht wollte, dass mein Chefredakteur denkt, ich würde heimlich mit der Westfalenpost zusammenarbeiten habe ich ihm kurz den Artikel und die Infos zukommen lassen. Der entsprechende Spiegel-Autor kündigte an, den Artikel entsprechend zu korrigieren und noch einmal zu recherchieren. Das Ergebnis ist unter dem Artikel-Link jetzt zu sehen:

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,651866,00.html

    Ein Schwaches Bild für die Mutter aller Nachrichten Magazine bzw. deren Online-Ableger :-(