Der Fotograf und die Drohne (Parrot AR.Drone 2.0)

Vor knapp drei Jahren wollte ich schon eine Drohne anschaffen. Zu diesem Zeitpunkt waren die meisten Geräte jedoch noch sehr teuer und unkomfortabel in der Bedienung. Also wurde der Plan erst einmal verworfen.

Für mich sollte so ein Fluggerät genauso einfach zu bedienen sein, wie ein iPhone. Intuitiv und idiotensicher. Ausgerechnet im Apple Store sah ich plötzlich so ein Teilchen. Der Preis lag bei unter 300 Euro und ich dachte mir, wenn Apple schon Fremdprodukte in seinen Shop aufnimmt, dann muss das Teilchen in der Verarbeitung und Bedienung wohl entsprechend gut sein.

Genau so ist es auch. Das Gerät muss nicht zusammengebaut werden, sondern befindet sich komplett montiert in der Verpackung. Nicht nur bei Apple, sondern auch bei einschlägigen Elektronik-Händlern erhältlich. Preislich allerdings relativ konstant.

Gesteuert wird die Drohne mit dem iPhone, iPad oder auch iPod Touch. Dazu muss das Fluggerät einfach via WLAN z.B. mit dem iPhone verbunden und die Steuersoftware aufgerufen werden. Ein kleines Highlight: An Bord der Drohne befinden sich zwei (!) kleine Kameras. Eine Kamera zeigt die On-Bord-Perspektive bei Flugrichtung nach vorne. Die Qualität ist absolut akzeptabel. Eine zweite Kamera (mit deutlich schlechterer Qualität) ist gerade nach unten ausgerichtet und zeigt so den Start-/Landebereich.

Die Videobilder beider Kameras lassen sich in Echtzeit auf dem Smartphone anzeigen, so dass man – auch ohne die Drohne zu sehen – auf Sicht fliegen kann.

Screenshot der AR.Drone in meinem Waschkeller

Screenshot der AR.Drone in meinem Waschkeller

Mit dem Steuerprogramm lassen sich darüber hinaus noch zahlreiche Einstellungen der Drohne anpassen und verändern. Im Lieferzustand sind alle Einstellungen so vorgenommen, dass eigentlich nichts passieren kann. Neigungswinkel, Steuerung und Geschwindigkeiten sind auch für den Anfänger gut geeignet, lassen sich aber später deutlich anpassen:

Einige der Einstellungsmöglichkeiten im Steuerprogramm

Einige der Einstellungsmöglichkeiten im Steuerprogramm

Bevor man die Drohne startet, sollte man sich allerdings noch entscheiden, welche der beiden mitgelieferten Verkleidungen man wählt.

Produktfotos. Oben: Infoor-Verkleidung, unten: Outdoor-Verkleidung

Produktfotos. Oben: Infoor-Verkleidung, unten: Outdoor-Verkleidung

Für den Indoor-Einsatz (und auch für die ersten Flugversuche im Freien) eignet sich die Schaumstoff-Verkleidung die die Rotorblätter vor Unfällen schützt. Die Rotorblätter sind jedoch recht elastisch und robust und gehen auch nicht beim ersten Crash kaput. Wenn doch, dann gibt es für ein paar Euro im Internet aufgrund der hohen verbreitung des Produkte überall Ersatzteile.

Befeuert wird die Drohne übrigens mit einem Lithium-Polymer-Akku, der für knapp 10 bis 20 Minuten Flufvergnügen (ja nach Witterung und Nutzlast) liegt. Der Akku ist das schwerste Bauteil der ganzen Drohne und wird mittig platziert.

AR.Drone 2.0 ohne Verkleidung

AR.Drone 2.0 ohne Verkleidung

Die Video- und Fotoaufnahmen werden entweder im Steuergerät (z.B. iPhone) aufgezeichnet oder auf einem USB-Stick, der ebenfalls in der Drohne montiert werden kann.

Das alles reichte mir jedoch nicht aus und ich wollte die Bild-Qualität und den Aufnahmekonfort noch ein wenig erhöhen. Aus diesem Grund habe ich geschaut, wie ich eine GoPro-Kamera montieren kann. Ideal ist der Schwerpunkt möglichst mittig und unterhalb der Drohne. Hierzu gibt es ein paar robuste Bauteile, die man leicht selbst zusammenstecken kann. Gefertigt von Droneparts.

Das ganze sieht dann so aus:

GoPro Halterung für die AR.Drone 2.0

GoPro Halterung für die AR.Drone 2.0

Bevor ich mir die teile für die Halterung bestellt hatte, habe ich erst einmal ausprobiert, ob die Drohne die Last der GoPro überhaupt trägt. Dazu habe ich die Kamera einfach mit Klebeband auf der Drohne befestigt. Durch die Position oberhalb statt unterhalb hatte ich dann einen etwas unruhigen Flug:

Aber: Die Nutzlast einer GoPro stellt für die AR.Drone 2.0 kein größeres Problem dar. Außer, dass sich die Flugzeit des Akkus ein wenig verkürzt.

Mit der späteren Halterung habe ich dann direkt mal ein paar Testbilder gemacht und mein Haus und das des Nachbarn von oben angeschaut (ich wollte doch wissen, ob sein Rasen schon wieder so gut aussieht). Die Ergebnisse waren wirklich besser, als erwartet – auch wenn natürlich die für GoPro Typische Fisheye-Zerrung zu erkennen ist:

Mein Haus von oben mit GoPro und AR.Drone 2.0

Mein Haus von oben mit GoPro und AR.Drone 2.0

... und so sieht es bei meinen Nachbarn aus ;-)

… und so sieht es bei meinen Nachbarn aus ;-)

Zum Vergleich: So sahen die ersten Bilder mit der On-Bord-Kamera aus:

Fotos von der eingebauten Kamera der AR.Drone

Fotos von der eingebauten Kamera der AR.Drone

… das waren natürlich nur die ersten Flug-Tests, aber mittlerweile kann ich damit ganz anständige Luftbilder von Gebäuden machen. Sicherlich für den ein oder anderen Garten-Planer oder Immobilienmakler interessant.

Smart Home mit Fritz!DECT 200

Schalten und messen. Das sind die beiden Eingenschaften, die die “intelligente Steckdose” von AVM – Fritz!DECT 200 – bereithält. Es handelt sich dabei um einen Zusatz zur Steckdose, der mittels DECT-Modul mit der Telefonanlage kommuniziert.

Fritz!DECT 200 in der Verpackung

Fritz!DECT 200 in der Verpackung

Wie bei AVM üblich, bekommt man auch hier keine Mogelpackung. In dem kleinen Karton, dessen größte Kantenlänge knapp über 10cm sein dürfte, befindet sich nur das Gerät und ein kleines Anleitungsheft, in dem die wichtigsten Funktionen erklärt sind.

Steckdose einstecken – DECT an der Telefonanlage drücken – fertig!

Fritz!DECT 200 im Einsatz

Fritz!DECT 200 im Einsatz

Neben der Tatsache, dass die Steckdose nun per WLAN, vom Telefon im Netzwerk oder auch über das Internet gesteuert werden kann, ist der für mich wesentlichere Punkt, dass auch der Stromverbrauch gemessen, protokolliert und ausgewertet wird.

All das ist übersichtlich und intuitiv im Bereich “Smart Home” in der Verwaltung der Telefonanlage (Fritz!Box) abzurufen:

"Smart Home" Verwaltung mit Fritz!DECT 200

“Smart Home” Verwaltung mit Fritz!DECT 200

Hier lassen sich Zeitsteuerungen manuell oder auch per Google-Kalender programmieren und der Verbrauch wird grafisch angezeigt und auf Wunsch auch in bestimmten Intervallen per E-Mail verschickt. Aus diesem Grund werde ich die Steckdose nun erst einmal rotierend einsetzen, um den Stromverbrauch an verschiedenen potentiellen “Stromfressern” zu dokumentieren um hier entsprechend zu optimieren.

Schön wäre es natürlich, wenn alle relevanten Steckdosen mit der Fritz!DECT 200 ausgestattet werden, aber zwei Tatsachen sprechen doch dagegen. Weniger der Preis von 49 Euro inkl. Steuer, den dieser Adapter kostet, als vielmehr die Tatsache, dass über DECT natürlich auch wieder jede Menge zusätzliche Funkwellen durch das Haus “fliegen”. Dennoch habe ich das Ziel vier relevante Punkte im Smart Home zusammenzufassen.

Daran hindert mich zur Zeit noch AVM selbst, da es aktuell noch erhebliche Lieferprobleme gibt. Neben dem genannten Preis gibt es zahlreiche Händler, die den Adapter deutlich teurer (79 Euro und mehr) anbieten. Da kann ich warten, aber für 49 Euro ist dieses Gerät nicht nur für Nerds eine sinnvolle Ergänzung zur Kontrolle der Energiekosten.

PS: Der CO² Ausstoß wird übrigens auch berechnet!

sparkling (Sch…) ice

Hier mal wieder ein Kapitel aus “Dichtung und Wahrheit”. Da fand ich eine unglaublich ansprechende Produktverpackung im Eis-Regal bei Kaufland. Genau das richtige, um schnell ein ansprechendes Dessert für zwei Personen auf den Tisch zu stellen, dachte ich bei mir. Eis im Plastik-Sekt-Glas. Kann man ja mal ausprobieren:

sparkling ice - von außen

sparkling ice – von außen

Ich bin auf direktm Weg nach Hause und habe das Eis dann ohne Karton in das Eisfach packen wollen. Ich ging schließlich davon aus, dass es schon allein aus Hygienischen Gründen noch irgendwie mit einer Folie überzogen wäre. War es nicht wirklich. Schlimmer noch: Das Eis schien sich bereits mit der Verpackung verbunden zu haben:

sparkling ice mit der verpackung verschmolzen

sparkling ice mit der verpackung verschmolzen

Man wird sich denken können, dass das Ergebnis im Glas entsprechend aussah. Es war so schlimm, dass man das Produkt so nciht servieren kann. So schlimm, dass ich mich erstmalig genötigt fühlte die Firma Dessart per E-Mail und mit Fotos als Anhang anzuschreiben, dass ich nicht wirklich erfreut bin. Wie man das nachfolgende Bild rechtfertigt, darauf bin ich schon sehr gespannt:

sparkling ice in der Realität

sparkling ice in der Realität

Vielleicht tue ich dem Hersteller auch unrecht, aber ich habe das Eis gekühlt nach Hause gebracht. Es war noch fest, aber leider nur einseitig im Becher. Bäääh!

UPDATE: Hier die Antwort, die ich heute per E-Mail erhielt:

Sehr geehrter Herr Reckmann,

Hiermit bestätige ich den Empfang Ihrer E-Mail.
Ich bedaure es, dass unser Produkt nicht Ihren Erwartungen entsprochen hat. Allerdings handelt es sich um ein Produkt, das unser Haus nicht in dem von Ihnen fotografierten Zustand verlassen hat.
In unserer Firma wäre ein solches Produkt gleich während der Qualitätskontrolle aufgefallen sein und wäre aussortiert worden.
Wir stellen Premium-Eisprodukte in unserer Fabrik her und legen großen Wert auf gute Qualität der Zutaten und auf Produkte, die unser Haus in einem einwandfreien Zustand verlassen.

Unsere Verpackung entspricht der aktuellen EU-Norm. Sie erfüllt alle Anforderungen, die an eine Verpackung gestellt werden die im TK-Bereich eingesetzt wird. Die Verpackung ist auch nicht der Grund für den optisch schlechten Zustand des Produktes. Wie unsere Qualitätssicherung nach Begutachtung der Bilder festgestellt hat, ist höchstwahrscheinlich eine Unterbrechung der Kühlkette der Grund für das geschmolzene Eis und darum auch die wenig schöne Optik des Produktes.

Leider können wir nicht prüfen, wie während des logistischen Prozess und nach Empfang mit der Ware im Kaufhaus umgegangen wird. Es könnte also sehr gut möglich sein, dass die Kühlkette irgendwo unterbrochen wurde und das Eis zu warm geworden ist, wodurch es seine schöne Struktur verloren hat.

Um Ihre Enttäuschung ein wenig gut zu machen, möchte ich Ihnen den Ankaufbetrag zurück erstatten.
Es würde mich natürlich sehr freuen, wenn Sie den Betrag nutzen um eine neue Packung Sparkling Ice zu erwerben und sich dann überzeugen, das unser Produkt Ihren Erwartungen wohl entspricht und auch das hält, was die Verpackung verspricht.

Können Sie mir bitte den Ankaufbetrag und Ihre Bankverbindung mitteilen?

Falls Sie noch andere Fragen haben, stehe ich Ihnen natürlich gerne zur Verfügung.

Met vriendelijke groet/ Mit freundlichen Grüβen/ Kind regards,