Hatte ich schon erwähnt, dass ich ein Google-Fan bin? Vermutlich … Es gibt eigentlich keinen Dienst, den ich nicht benutze; nur eine Vorabversion von Googles Betriebssystem konnte ich bislang nicht nicht ausprobieren. Das lag aber größtenteils an Zeitmangel. Aber jetzt habe ich mir mal ein paar Minuten genommen und es ausprobiert.
So gehts: Auf der Webseite chromeos.hexxeh.net gibt es täglich eine aktuelle Version zum Download. In verschiedenen Fassungen. Es besteht die Möglichkeit virtuelle Versionen für WM Ware oder Virtual Box herunterzuladen und diese dann virtuell starten. Oder – und für diesen Weg habe ich mich entschieden – man kann eine Version für einen USB-Stick herunterladen und dann von einem Bootfähigen Daten-Zäpfchen das Google-Betriebssystem starten.
Als Hardware habe ich ein etwa zwei Jahre altes NetBook (Acer Asphire One) verwendet. Es funktioniert tatsächlich. Schon direkt nach dem Betätigen des Power-Schalters erscheint das Wort “chromium” auf dem Display.
Es folgen kurze Abfragen nach Zeit und welche Internetverbindung besteht. Ich habe kurz meine WLAN-Daten eingegeben und nach knapp einer Minute war die “Installation” des Betriebssystems fertig. Erstaunlich ist übrigens, dass die WLAN-Verbindung problemlos funktionierte. Hatte ich doch in der Vergangenheit große Probleme unter Windows XP über WLAN eine funktionierende Internet-Verbindung zustande zu bekommen.
Der erste “echte” Systemstart hat übrigens weniger als 10 Sekunden gedauert. Einloggen und Anmeldung funktionieren über das bestehende Google-Konto:
Nach dem Start hat man zuerst den Eindruck, man hätte seinen Web-Browser gestartet. Allerdings wird man feststellen, dass der sich nicht beenden lässt. der Browser ist nämlich die Oberfläche des Betriebssystems. Hier lassen sich Apps installieren die dann als Programme aufgerufen werden können.
Läuft alles erstaunlich rund und schnell. Keinerlei Probleme mit der Hardware-Erkennung und auch Flash und Co. wurden beim Aufruf von Internetseiten unterstützt.
Fazit: Mir gefällt dieser erste Eindruck sehr. Auch die Vorstellung, dass ich statt eines Notebooks nun einfach den USB-Stick irgendwohin mitnehmen kann. Stick einstecken und schon habe ich “meinen Computer” an jedem Ort der Erde. Programme und Daten bleiben im Internet abgespeichert. So habe ich dann auch keine Probleme mehr, wenn mir mal irgendeine Hardware abraucht.
Jetzt warte ich mal auf das fertige Release. Das sollte ja im Juni irgendwann erscheinen, wenn auch die ersten ChromeBooks von Google erscheinen …



