Die Welt wird digital und virtuell

Früher konnte man alles sehen und anfassen. Was das angeht, so muss man diese Aussage so langsam korrigieren. Unsere Eltern hatten Plattensammlungen und ich behaupte mal, ich habe ne ganze Menge Musik-CDs. Es hat auch ne ganze Weile gedauert, bis ich die alle digitalisiert hatte. Vor über einem Jahr habe ich angefangen und 891 CDs und 120 GB später habe ich nun 48,8 Tage Musik digitalisiert. Es gibt sicherlich ne ganze Menge Leute, die mehr Musik haben, als ich, aber ich finde es schon sehr praktisch, dass ich all diese Musik nun bequem per Mausklick per iTunes abrufen kann …

Musik höre ich ja nun auch schon seit 20 Jahren und genauso bunt ist auch die Mischung. Ich kann mich sogar noch daran erinnern, wie irgendwann die Bravo Hits Nr. 1 rausgekommen ist – Die habe ich allerdings erst einige Jahre später gekauft, als ich gemerkt habe, dass da eine recht bunte Mischung aktueller Hits drauf ist – seitdem kommt die aktuelle Ausgabe quartalsweise ins Regal und das wird voller und voller. Damit ist jetzt Schluss. Mit Bravo Hits 75 habe ich meine allerletzte physikalische CD gekauft.

Sind wir doch mal ehrlich. Wie hören wir denn heute Musik. Ich höre Musik zum Beispiel am PC. Da sind die Lieder eh alle digitalisiert in iTunes. Oder im Wohnzimmer über die HiFi-Anlage. Dafür synchronisiere ich meine Lieblings-Alben seit etwa einem halben Jahr mit dem iPad und habe so immer eine bunte Auswahl “griffbereit” und bequem auswählbar ohne einen Stapel von CDs herumliegen zu haben. Und im Auto höre ich Musik. Oft hatte ich mir MP3-CDs zusammengestellt, um nicht zu viele Alben rumfliegen zu haben. Seit neustem befeuere ich mein Auto mit einem USB-Stick. Die CD ist für mich also überflüssig geworden.

Es ist ein etwas seltsames Gefühl, Musik im iTunes Store herunterzuladen – MP3s für Geld (die man mit etwas Mühe sicher auch illegal und gratis finden kann). Man zahlt für einen Download, die Musik ist Sekunden später auf dem PC, aber was fehlt ist die CD, die man in die Hand nehmen kann. Aber: Will man das? Braucht man das? ich kann sehr gut damit leben, es nicht mehr zu tun und habe mir Jüngst das Album von Dick Brave heruntergeladen. 9,99 Euro statt 12,99 Euro als CD – man spart also auch noch dabei – Geld und Platz!

Das geht übrigens auch bei Büchern, allerdings ist die Überwindung da immer noch ein wenig höher gewesen und ich würde es nicht generalisieren wollen. Trotzdem habe ich letzte Woche mit der Anschaffung eines Kindle von Amazon einen Start gewagt. Für 99 Euro kann man damit wenig falsch machen. Die Technik mit der elektronischen Tinte und die Lese- und Bedien-Qualität sind wirklich beeindruckend. Allerdings wird es sicher nicht jedes Buch darauf geben. Für Taschenbücher und die Lektüre für unterwegs ist es aber prima geeignet und Meterlange Bücherwände werden nun nur noch mit “hochwertigen Büchern” befüllt.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich ein Freund des digitalen eBook-Readers werde, aber nachdem ich selbst mein erstes eBook veröffentlicht habe, musste ich es auch einmal ausprobieren … und auch hier werde ich viele Bücher künftig nur noch elektronisch kaufen. Per Mausklick sind sie im Handumdrehen nicht nur auf dem Kindle, sondern mittels App auch direkt auf dem iPhone und iPad. Überall synchron abrufbar. Klasse Sache!

Ach ja … zum Thema Film und DVD muss ich mir bei Zeiten auch mal eine Lösung überlegen ;-)

Was würde Monk dazu sagen?

Das kann doch wohl nicht wahr sein, dass ausgerechnet bei der aktuellen Monk Staffel der DVD-Rücken anders gestaltet ist, als bei den 6 Staffeln davor … ich glaube ich werde mich ernsthaft mal an die Filmgesellschaft wenden … vielleicht gibt es ja einalternatives Cover oder einen Aufkleber … sonst muss ich mir da selbst was basteln – so geht das einfach nicht!

Grandiose DVD: This is it

Ich habe damals eine ganze Mittagspause darauf verwendet, Karten für die Michael Jackson Konzertreihe zu ergattern – leider erfolglos. Als Michael Jackson starb war selbst mir klar, dass ich auch kein Konzert mehr von ihm besuchen kann. Aber die DVD, die ich gestern von Amazon geschickt bekam hat all meine Erwartungen übertroffen. Im Kino war ich nicht für den Film, aber auch im Wohnzimmer kam Konzert-Stimmung auf. Bilder von den Proben, Produktion der Einspielfilme und das ganze Drumherum hat einen guten Eindruck vermittelt, wie das Konzert gewesen wäre. Es hätte alle Erwartungen übertroffen. Meine zumindest. Ganz besonders Mcihael Jackson selbst war keineswegs so gebrechlich wie man es aus Medienberichten immer vermutet hatte. Er hüpfte und tänzelte zwischen den ganzen Jungs und Mädels mit seinen 50 Jahren herum und war fit wie ein Turnschuh. Absolut erstaunlich. Bis zur letzten Minute der Aufzeichnung ein Perfektionist in Musik und Inszenierung.

Eine DVD für unter 10 Euro Verkaufspreis. Kann ich unbedingt empfehlen!

Unverkäuflich

Da hatte ich ganz nichtsahnend scheinbar kürzlich hier in einem Nebensatz geschrieben, dass ich ja meine DVDs verkaufen könnte – daraufhin bekam ich jetzt schon 6 Anfragen, wie und wo man den Verkauf abwickeln könnte.

Sorry. Die DVDs sind vorerst unverkäuflich. Ich mag doch keine leeren Räume ;-) Und es hat über 10 Jahre gedauert, diese Sammlung zusammenzutragen …

dvd_fish

Die neuen FSK-Logos nerven

Ich dachte es würde nicht so schlimm kommen, wie es angekündigt wurde, aber leider habe ich mich da wohl geirrt. Die “freiwillige” Selbstkontrolle (FSK) hat entsprechende Vorschriften für die Platzierung von Altersfreigaben auf DVDs verabschiedet (letztes Jahr schon), die die schönen Bilddatenträger nun heftigst verschandeln werden.

Hier erst einmal die schönen “Logos”:

fsk_neu

Die offizielle Anleitung zum Verschandeln lautet:

Die neuen Zeichen sind auf der Frontseite der Hülle links unten auf einer Fläche von mindestens 1200 mm² (3,46 cm x 3,46 cm) und dem Bildträger auf einer Fläche von mindestens 250 mm² (1,58 cm x 1,58 cm) anzubringen (§ 12 Abs. 2 Satz 2 JuSchG).

Auf freier Wildbahn sieht das Logo dann übrigens wie folgt aus – ätzend:

br_mit_fsk

Vierundzwanzig

Juppi … es ist wieder soweit und aufgrund der dummen Fügung, dass ich vergangenen Donnerstag scheinbar verdorbenes Ei gefuttert habe und gerade die Salmonellen aus meinem Körper hinausbefördere nutze ich die Zeit “sinnvoll”, um mich mal wieder gefühlte 24 Stunden (aufgrund der amerikanischen Werbepausen vermutlich nur 21 Stunden) vor die Flimmerkiste zu hocken.

Die neue Staffel von “24″ ist draußen und ich stehe ja darauf es nahezu am Stück zu schauen. Während die letzten Staffeln eher durchschnittlich waren, gefällt mir das aktuelle Machwerk sehr gut (sweit ich das nach 20 Stunden beurteilen kann). Es wird teilweise auf frühere Staffeln aufgebaut, aber auch ohne Vorwissen ist es ein absolut lohnendes DVD-Ereignis. Schon in den ersten Folgen gibt es zahlreiche unvorhergesehene Ereignisse und die Geschwindigkeit in der Serie ist wie zu besten Zeiten.

Prötikat: Wertvoll, wenn man nicht unbedingt ständig hinterfragt, warum Jack Bauer nicht kaputtzukriegen ist. Damit habe ich irgendwann auch aufgehört …