Update: Gut Kump zeigt wahre Größe!

Es ist selten, dass jemand mit Kritik umgehen kann und es ist noch seltener, dass in dieser Situation auch noch jemand echte Größe zeigt. Die Verantwortlichen von Gut Kump können das sehr wohl – mehr noch:

Wir hatten (wie berichtet) bei unserem Essen wirklich mehr Pech, als man sich für einen gemütlichen Abend wünscht. Pech deshalb, weil die Qualität der Speisen wie damals schon geschrieben wirklich sehr gut war; nur die Karte war schon etwas ausgedünnt.

So etwas kann ja mal passieren und das weiß man auch in Kump. Heute Abend um ca. 21 Uhr klingelte es an der haustür und ein Junger Mann stieg mit einer Flasche und einer Kühlbox aus einem Oldtimer (ich glaub es war eine grüne Ente). Es war also nicht der Bofrost-Mann; das wurde mir nicht erst klar, als er sagte “Hier ist ein Geschenk für Sie vom Gut Kump”.

Kump-Kuehlbox

Ich bin selten überrascht und noch seltener Sprachlos, aber in dieser Situation war ich beides. In der Kühlbox befanden sich zwei Portionen der Crème Brulée – komplett mit Tasse, Untertasse und Löffel – zusätzich ein Brief in dem man uns die Gelegenheit geben wollte diesen überaus köstlichen Nachtisch zu kosten. Weiter stand dort, dass der Ouzo die Erfüllung meines Wunsches nach einem Griechischen Absacker war – wie ich in den Blog-Eintrag geschrieben hatte.

Die Qualität des Essens haben sie unterstrichen, Kritikfähigkeit und echte Größe gezeigt und dazu sogar noch ein entsprechendes Häppchen Humor. So etwas erlebt man sehr selten in Deutschland und eines werden wir nun gewiss in naher Zukunft machen. Wir werden uns bald wieder ins Gut Kump setzen und nicht nur das Geschirr zurückbringen, sondern auch in Ruhe etwas leckeres direkt vor Ort essen.

Vielen Dank!

Kump-geschenke

Wie gut ist eigentlich Gut Kump?

Nicht alles, was “Gut” heißt muss zwingend “gut” sein. Daher habe ich mich in höchst reizender Begleitung auf den Weg in den Gurmet-Tempel am Rande der Stadt Hamm gemacht. Gut zu finden war es und von außen sieht der renovierte Bau auch sehr schön aus, aber es ist gar nicht so einfach vom Parkplatz den richtigen Weg in die Restauration zu finden (trotz Schild).

Glücklich darüber angekommen zu sein wolltenw ir nun unseren reservierten Platz einnehmen. Man deutete auf einen kleinen Tisch direkt 2 Meter von der Eingangstür und sagte “da!”. Auch wenn der Weg nicht lang war hätten wir uns schon eine Begleitung zum Tisch gewünscht. in diesem Fall hätten wir dann vielleicht auch nicht ca. 15 Minuten auf die Karten warten müssen.

Die Karten. Übersichtlich mit nur 5 Hauptgerichten (Fleisch, Vegetarisch, Fisch, Nudeln und irgendetwas, dass ich schon wieder vergessne habe). Als bekennender Fleisch-Esser hatte ich mich recht bald für das Rind entschieden; dumm gelaufen, das Rind war leider aus und die Auswahl hat sich um 20% reduziert. Also 2x Nüdelchen mit Pfifferlingen.

Zwischenzeitlich sollte es etwas zu Trinken sein. Meine Begleitung hatte sich für einen Weißwein entschieden (hier war “habltrocken” auch gerade vergriffen), dazu ein Wasser und ich wollte nen schnöden Orangensaft. Der erste Wein wurde in einem Glas mit 3-4 cm langem Sprung serviert (kann man ja mal übersehen). Der zweite Versuch war dann Wein-Schorle, aber im dritten Versuch stand – oh Wunder – schon die gewünschet Flüssigkeit auf dem Tisch. Dass in dem als Geschmacksneutralisator dann eine übergroße Zitronenscheibe schwamm war eigentlich überflüssig, aber die kellnerin hielt freundlicherweise das Tablenn hin, auf dem man die geangelte Scheibe dann abgelegn konnte. Wie pflegeleicht muss da mein Orangensaft gewesen sein. Ich bekam ein kleines Fläschchen (wie es die auf Messen und Tagungen gibt) hingestellt und nen kleines Glas daneben – fertig. Öffnen und einschütten würde ich ja noch alleine hinbekommen dachte man wohl.

Das Essen kam nach einiger Zeit und schmeckte wirklich gut. Die Portion war auch von der menge in Ordnung, aber das ganze machte schon Appetit auf mehr. Nachtisch gab es übrigens nur einen einzigen, aber genau der sollte es sein: Crème Brulée – lecker … aber leider “aus”. Statt dessen gab es dann einen Espresso, der von der Farbe schon eher einem Capucino gleichte, aber egal. Ich hoffte, dass es ähnlich wie beim Griechen noch nen Schnaps hinterher gab, aber da hatte ich mich getäuscht. ich bekam nur die Rechnung. Die war eigentlich ganz okay, aber wenn die Auswahl schon so beschränkt ist, wäre es schön, wenn man nicht künftig schon am Telefon auch das Essen vorbestellen müsste.

Unserem Oberbürgermeister und seiner Familie hat es am Nebentisch hoffentlich besser geschmeckt; natürlich verkneife ich mir nun jeglichen Kommentar über eventuelle Zusammenhänge zwischen seiner Anwesenheit und des späteren Fehlens unseres Nachtisches ;-)

Gut_Kump