Kulinarische Eindrücke vom Wochenende …

Ja, es war ein leckeres Wochenende. Besonders das tolle Oktoberfest von Ilona, wo ich bis zum Platzen hätte essen Können. Leberkäse, Brezel und alles, was man so vom Freistaat erwarten würde. Bianca hat dafür auch extra Obatzter gemacht, der absolut bombastisch geschmeckt hat, auch wenn er auf dem Foto aussieht, als wäre es die Zweitverwertung eines Abendessens ;-) Wenn mch niemand gebremst hätte, dann hätte ich mir davon noch ein paar Brötchen mehr geschmiert …

… und weil ich auch für den Rest des Wochenendes nicht hungern wollte, gab es Pizza – dieses mal verrate ich auch, wie sie unter den dicken Käseschicht aussieht … gesund, würde ich sagen!

Das gefakte Oktoberfest

Um nach München zu fahren ist es leider zur Zeit zu stressig und es gibt andere Probleme, die erst einmal aus der Weltgeschafft werden müssen. Das heißt aber nicht, dass man es auch zu Hause ein bisschen bayrisch machen kann – ist natürlich alles nur Fake. Aber die Weisswürstchen sind echt und auch der süße Senf passt ganz gut dazu. Den Obatzder habe ich letztlich bei REWE gefunden und nur das Bier ist weder Weißbier (das mochte ich noch nie) noch beinhaltet es alkohol. Es war alkoholfreies Pils – halt eher etwas fürs Auge als für den Gaumen – aber was solls. So ist Oktoberfest bei mir zu Hause …

Bayern_wochen

Obatzter

Leckerer Brotaufstrich, den ich in den Regalen in Hamm nur leider vergeblich suche – wer kann mir helfen? Schmeckt übrigens am Besten mit Zwiebeln und Schnittlauch.

obatzter

In Wikipedia gibt es dazu übrigens einen eigenen Artikel:

Obatzter, auch Obatzda oder Obazda („Angebatzter, Angedrückter, Vermischter“, in der Schweiz auch als Gmanschter bekannt) ist eine pikante bayerische Käsecreme, die zur Brotzeit serviert wird. In Franken heißt sie Gerupfter oder Angemachter.

Der ursprüngliche Obatzte war eine Verwertung von alten Käseresten, insbesondere von Camembert und anderen Weichkäsen. Um ihn wieder schmackhaft zu machen, wird der reife bis überreife Käse mit Butter vermischt und Gewürz zugegeben, hauptsächlich Paprika sowie häufig noch Kümmel oder Zwiebel. Aus dieser traditionellen Variante hat sich eine Vielfalt von Rezepten entwickelt.

Bekannt wurde Obatzter in den 1920er Jahren, als ihn die Wirtin Katharina Eisenreich ihren Gästen im Weihenstephaner Bräustüberl in Freising servierte.[1] Seither gilt folgendes Rezept als das verbreitetste: Reifer Camembert wird mit schaumig gerührter Butter, sehr fein gehackten Zwiebeln, evtl. etwas Salz, Pfeffer, viel Rosenpaprika, Kümmel und etwas Weißbier zu einer Creme verarbeitet. Für die kräftigeren Varianten nimmt man Limburger oder Romadur, die milderen Varianten entstehen durch Zugabe von Quark oder Frischkäse. In Altbayern wird der Rezeptur auch gerne Bier, in Franken Wein zugefügt.

In Bayern gehört Obatzter zu den klassischen Biergarten-Gerichten. Serviert wird das Gericht mit frischem Schnittlauch bestreut, dazu Roggenbrot oder Brezeln, Radieschen oder in Spiralen geschnittener Radi (Rettich). Obatzter sollte am Tag der Zubereitung gegessen werden, da die Zwiebeln sonst einen bitteren Geschmack entwickeln. Alternativ können die Zwiebeln in Ringe geschnitten auch erst kurz vor dem Servieren auf dem Obatzten angerichtet werden. Oder die Zwiebeln werden vorher leicht angedünstet, dadurch hält sich der Obatzte länger und er schmeckt milder.