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Cloaking ist böse!

Vor allem dann, wenn es unabsichtlich passiert. Google erkennt so genanntes Cloaking nämlich und straft die Webmaster dafür ab. In meinem Fall hat irgendein “Hacker” über eine Lücke in WordPress unendlich viel Pharma-Spam eingeschleust. Das tückische. Wenn man betreffende Webseiten aufruft, ist das erst einmal nicht zu erkennen, da für den Betrachter nur eine 404-Fehlerseite ausgespielt wird. Für den Google-Bot allerdings stehen dort unzählige Verweise auf die Pharmaseiten drin, die massiv als SPAM gelten.

Da ich den Fehler auch nach intensiver Suche im Quelltext nicht lokalisieren konnte, habe ich mich dazu druchgerungen, meinen Blog mal wieder einen größeren Update zu unterzogen. Alle Systemdateien fliegen vom Server und WordPress wird komplett neu aufgesetzt. Inhalte und Bilder sollten davon unberührt bleiben …

Hier übrigens der Wikipedia-Eintrag zu Cloaking:

Cloaking (engl. verhüllen) ist eine Technik zur Suchmaschinenoptimierung, bei der dem Webcrawler der Suchmaschinen unter der gleichen URL eine andere Seite präsentiert wird als dem Besucher. Sie dient zur Verbesserung der Rangordnung in Suchmaschinen und der Indexierung.

Ziel des Cloakings ist es, gleichzeitig eine für Suchmaschinen und Besucher optimierte Seite zu präsentieren. Da Suchmaschinen primär Textinhalte verarbeiten und indexieren, wird ihnen eine textbasierte, strukturell optimierte HTML-Seite ausgeliefert. Menschliche Besucher, die einen Browser benutzen, erhalten dagegen für die gleiche URL eine für sie optimierte Seite. Diese kann beispielsweise multimediale Inhalte wie Flash-Filme oder Videos enthalten, deren Inhalte für Suchmaschinen unsichtbar sind. Der Verfasser kann mit dieser Methode etwa auch seine Optimierungsmethoden vor den Augen der Konkurrenz schützen.

Google Backlinks entfernen

Die böse Nachbarschaft im Netz.

Sicherlich ist es bekannt, dass Google die Beziehungen von Webseiten untereinander als Kriterium für Relevanz und Gewichtung heranzieht. Generell ist eine Hohe Anzahl von rückverweisenden Backlinks vorteilhaft. Allerdings nur, wenn diese auch aus seriösen Quellen kommen. Damit will Google verhindern, dass man mittels Link-Farmen Seiten (zumeist SPAM-Seiten) populär werden lässt.

Jetzt kann es aber auch vorkommen, dass einen ehrlichen Blogger wie ich es einer bin das Schicksal heimsucht und man ohne eigenes Zutun in diese Böse Nachbarschaft gerät. Aufgefallen ist mir das, als ich kürzlich in den Webmaster-Tools von Google die Anzahl der auf diesen Block verweisenden Backlinks bei 383.183 stehen sah. Das konnte nicht sein und daher hatte ich mir das ganze einmal aufschlüsseln lassen.

In den Keywords “Viagra & Co.” – Na herzlichen Glückwunsch! Selbstverständlich gibt es derartige Inhalte bei mir nicht und so ist auch die Auswertung der 404-Fehler durch Google entsprechend hoch (die selbst führt nicht zu einer Abwertung, aber die Ursache eben schon)

Crawling-Fehler sind unschön, aber Backlinks aus böser Nachbarschaft sind deutlich dramatischer.

Glücklicherweise hat Google ein entsprechendes Tool zur Verfügung gestellt: Disavow Links. Damit kann man verweisende Seiten entsprechend entfernen lassen. Bei einer derart großen Anzahl, wie bei mir wäre das sehr aufwendig, weshalb ich auch komplette Domains sperren lassen kann, wenn ich das in meiner entsprechenden Blacklist vermerke.

Google wertet diese Datei aus und schmeißt die entsprechenden Beziehungen dann auch aus dem Index. Das soll bis zu mehreren Wochen dauern, weil dieser Vorgang auf allen Ebenen bei Google geschieht. Aus diesem Grund sollte man mit der Liste auch sehr vorsichtig sein. Google gibt noch den Hinweis, dass das kein Tool für jedermann sei, sondern sich gezielt an versierte Nutzer richtet.

Hier ein entsprechendes Videos zu dem Thema:

Tipp: 3 kostenlose Bücher von Thomas Promny

Es geht um Online-Marketing, Suchmaschinenoptimierung und Werbevermarktung. Zu dem Thema muss man eigentlich kaum noch etwas sagen. Thomas Promny, Internet-Unternehmer aus Hamburg hat in drei Büchern diese Themen einfach dargestellt und kurz und bündig aufbereitet. Es lohnt sich einmal hereinzuschauen. Für Experten sicher nur kalter Kaffee, aber dennoch schön aufbereitet das thema. Obwohl die Bücher unter Creative Commons stehen und ich sie HIER auf den Download-Server gepackt habe, habe ich die “Werke” auch in Papierform im Regal stehen. Sie sind recht gut geeignet, um besonders Einsteigern die entsprechende Materie näher zu bringen. Lohnt sich!